Aufwärtstrend am Goldmarkt hält an: Einfluss der USA und des Iran
Die Goldpreise steigen den fünften Tag in Folge, getrieben von den Markterwartungen hinsichtlich einer Einigung zwischen den USA und dem Iran sowie den Zinsentscheidungen der Fed. Auch die aktuelle Lage bei Öl und Edelmetallen sorgt für Aufmerksamkeit.
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An den Goldmärkten setzt sich der Aufwärtstrend am Mittwoch, dem 17. Juni 2026, fort. Während bei Gramm-, Viertel- und Cumhuriyet-Goldpreisen Anstiege zu verzeichnen sind, beobachten Investoren aufmerksam die außenpolitischen Entwicklungen sowie die Äußerungen der US-Notenbank (Fed).
Die optimistische Atmosphäre bei den Verhandlungen über einen Frieden zwischen den USA und dem Iran sowie die gesunkenen Erwartungen hinsichtlich einer Zinserhöhung durch die Fed haben den Anstieg des Goldpreises unterstützt. Es wird darauf hingewiesen, dass das vorläufige Abkommen zwischen den USA und dem Iran darauf abzielt, die Konflikte im Nahen Osten zu beenden. US-Präsident Donald Trump erklärte zu den laufenden Gesprächen: „Das Abkommen wird verhindern, dass der Iran Atomwaffen erwirbt.“ US-Quellen teilten zudem mit, dass mit Inkrafttreten des Abkommens die iranischen Ölexporte wieder aufgenommen werden könnten.
Gleichzeitig hat der Rückgang der Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den USA das Interesse an renditelosen Vermögenswerten wie Gold erhöht. Spot-Gold stieg um 0,3 Prozent auf 4.341,12 US-Dollar pro Unze. Die US-Gold-Futures für August verzeichneten einen Anstieg von 0,2 Prozent und wurden bei 4.361,10 US-Dollar gehandelt.
ÖLPREISE IM FALL
Auf den Ölmärkten wurden aufgrund der Aussicht auf eine Rückkehr iranischen Öls auf den Weltmarkt Preise nahe dem niedrigsten Stand seit drei Monaten verzeichnet. Dies hat auch die Erwartungen verstärkt, dass der globale Inflationsdruck nachlassen könnte.
MÄRKTE FIXIERT AUF SIGNALE DER FED
Die Augen sind auf die Sitzung der US-Notenbank gerichtet, um die neue Zinsentscheidung zu erfahren. Es besteht eine allgemeine Erwartung, dass die Leitzinsen unverändert bleiben. Ilya Spivak, Leiter der globalen Makro-Forschung bei Tastylive, sagte: „Der Rückgang der Ölpreise hat den Aufwärtsdruck auf die Zinsen etwas verringert und die Zinserwartungen abgekühlt. Da sich jedoch alle Aufmerksamkeit auf die geldpolitische Entscheidung der Fed richtet, schwächt sich die Aufwärtsdynamik bei Gold etwas ab.“
Die Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC), bei der Kevin Warsh erstmals den Vorsitz führt, wird mit Spannung erwartet. Spivak äußerte sich dazu: „Dies ist die erste FOMC-Sitzung unter dem Vorsitz von Kevin Warsh. Die Investoren sind sich immer noch nicht sicher, wie er seine restriktive Vergangenheit mit der steigenden Inflation und der Forderung des Weißen Hauses nach einer eher lockeren Geldpolitik in Einklang bringen wird.“
Laut CME FedWatch ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den USA im Dezember auf 59 Prozent gesunken. Vor der Ankündigung des US-Iran-Abkommens in der vergangenen Woche lag dieser Wert noch bei 70 Prozent.
ALLGEMEINES BILD BEI EDELMETALLEN
Die positive Stimmung bei Gold hat sich auch auf andere Edelmetalle übertragen. Silber stieg am Spotmarkt um 0,3 Prozent auf 70,38 US-Dollar pro Unze. Platin gewann 0,5 Prozent an Wert und erreichte ein Niveau von 1.812,80 US-Dollar. Palladium stieg um 0,3 Prozent auf 1.355,65 US-Dollar pro Unze.
Investoren verfolgen weiterhin sowohl die makroökonomischen Entwicklungen als auch die politischen Risiken, die sich auf Gold und andere Edelmetalle sowie auf die Rohstoffpreise auswirken, genau.