Auswirkungen des Israel-Palästina-Konflikts auf die Gaspreise

Während die Gaspreise in Europa nach Beginn des Israel-Palästina-Konflikts weiter steigen, schlossen die Preise heute mit einem Plus von 4,3 Prozent.

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Am TTF, dem niederländischen virtuellen Handelsplatz für Erdgas mit der höchsten Liquidität in Europa, schlossen die Erdgaspreise für November-Kontrakte gestern bei 53 Euro pro Megawattstunde.

Die Preise, die heute bei 51 Euro eröffneten, schlossen den Tag mit einem Anstieg von 4,3 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs bei 55,3 Euro.

Damit sind die Gaspreise für November-Kontrakte in Europa innerhalb der letzten Woche um 44,7 Prozent gestiegen.

ANSTIEG DURCH SCHÜREN VON ÄNGSTEN

Die Preise, die nach Beginn des Israel-Palästina-Konflikts am 7. Oktober einen Aufwärtstrend verzeichneten, waren gestiegen, nachdem das US-Energieunternehmen Chevron auf Anforderung Israels die Produktion im Tamar-Gasfeld im östlichen Mittelmeer eingestellt hatte, was die Sorgen um die Versorgungssicherheit befeuerte.

Auch die Schließung der Ventile der Balticconnector-Pipeline, die Erdgas zwischen Finnland und Estland transportiert, aufgrund eines ungewöhnlichen Druckabfalls sowie die Ankündigung, dass die Reparatur der Pipeline fünf Monate dauern werde, übten Aufwärtsdruck auf die Preise aus.

Darüber hinaus sorgten Erwartungen, dass die Gasnachfrage mit sinkenden Temperaturen in Europa steigen werde, für zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Preise.