Automobilriese streicht 50.000 Stellen

CEO Oliver Blume erklärte, dass die Belegschaft bei Volkswagen aufgrund von Kostendruck und schwachen Marktbedingungen weiter verkleinert werden müsse.

12punto

Eine Ausweitung des 2024 bei Volkswagen gestarteten Sparprogramms steht zur Debatte. Unternehmenschef Oliver Blume erklärte, dass die globale Belegschaft unter den aktuellen Bedingungen über ein nachhaltiges Niveau hinausgehe, und gab an, dass etwa 50.000 weitere Stellen abgebaut werden müssten.

Laut einem internen Dokument, das Bloomberg vorliegt, könnte dieser Schritt das bisherige Ziel für Stellenstreichungen des Unternehmens verdoppeln. Bei Volkswagen, das weltweit mehr als 657.000 Mitarbeiter beschäftigt, soll der Plan noch nicht vom Vorstand genehmigt worden sein, während die Gewerkschaften bereits scharfen Widerstand gegen das Vorhaben angekündigt haben.

Während die Diskussionen über mögliche Werksschließungen in Deutschland anhalten, betonte Blume, dass die Priorität des Unternehmens darin bestehe, effizientere Lösungen zu entwickeln, anstatt Fabriken zu schließen. Der CEO unterstrich zudem, dass das derzeitige Modell, das auf einer Produktion in Deutschland und dem Export dieser Produkte in die Welt basiert, in seiner jetzigen Form nicht mehr nachhaltig sei.

Der Druck auf Volkswagen wird auf mehrere Faktoren zurückgeführt. Die schwächelnde Nachfrage in China, US-Importzölle, die Stagnation auf dem europäischen Markt und hohe Produktionskosten gehören zu den Faktoren, die die Rentabilität des Unternehmens belasten.

Der Automobilriese prüft auch seine Tochtergesellschaften, um Kosten zu senken und seine Liquidität zu stärken. Im vergangenen Monat hatte das Unternehmen durch den Verkauf der Mehrheitsanteile an seiner Schiffsmotorensparte Everllence für 7,4 Milliarden Euro wichtige Mittel generiert.

Es wurde berichtet, dass Volkswagen plant, seine Vermögenswerte im Portfolio, einschließlich Ducati und QuantumScape, im Hinblick auf ihren Beitrag zum Kerngeschäft Automobil neu zu bewerten. Es wird erwartet, dass die Verhandlungen mit den Gewerkschaften für die endgültigen Entscheidungen des Unternehmens maßgeblich sein werden.