Bank of America: Türkei ist das widerstandsfähigste Land gegenüber politischen Veränderungen
Die Bank of America hat in ihrem Bericht „Global Economic Outlook“ eine Einschätzung zur Türkei abgegeben und das Land als „widerstandsfähigstes Land gegenüber politischen Veränderungen“ bezeichnet.
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Die Bank of America hat in ihrem Bericht „Global Economic Outlook“ eine Einschätzung zur Türkei abgegeben und das Land als „widerstandsfähigstes Land gegenüber politischen Veränderungen“ bezeichnet.
„Im Rahmen des neuen Wirtschaftsprogramms gleicht die türkische Wirtschaft ihr Gleichgewicht wieder aus, die Inflation sinkt und das Leistungsbilanzdefizit bewegt sich auf nachhaltigere Niveaus“, so die BofA. Sie erklärte, dass die Hinwendung der Türkei zu orthodoxen politischen Maßnahmen eine einzigartige Geschichte geschaffen habe, die das Land innerhalb der Schwellenländer (EM) gegenüber den meisten globalen Schocks sehr widerstandsfähig mache.
'EMPFINDLICHKEIT GEGENÜBER ÖLPREISEN HÄLT AN'
„Dennoch bleibt als Energieimporteur eine Empfindlichkeit gegenüber Ölpreisen bestehen. Sollte sich die US-Politik nach den Wahlen so ändern, dass die globalen Ölpreise sinken, könnten sowohl die Inflation als auch die Leistungsbilanz positiv beeinflusst werden“, stellte die BofA fest. „Im Falle einer Verschiebung hin zu mehr globalem Protektionismus wäre die Türkei von einem Anstieg der Zölle weniger betroffen als andere Schwellenländer, da der Anteil der USA an den Exporten nur 6 Prozent beträgt“, so die Bank.
Die BofA betonte, dass die Türkei ein Zollabkommen mit der Europäischen Union (EU) habe, was die Anwendung von Zöllen aus dieser Region verhindere.
'TÜRKEI IN GUTER POSITION FÜR DIREKTINVESTITIONEN AUS DEM AUSLAND'
Die BofA wies darauf hin, dass China mit einem Anteil von nur 1,2 Prozent kein großer Exportmarkt für die Türkei sei: „Wenn Protektionismus dazu führt, dass sich der Trend zur Annäherung an China beschleunigt, könnte die Türkei tatsächlich davon profitieren, da sie im Vergleich zu ihren Exportkonkurrenten in Asien einen geopolitischen Vorteil in der Region hat.“
„Wir glauben, dass die Türkei im Rahmen des aktuellen Finanzstabilitätsprogramms mittelfristig in einer besseren Position sein wird, um ausländische Direktinvestitionen (FDI) zu erhalten“, so die BofA. „Ein starker Dollar könnte Druck auf die Türkische Lira (TL) ausüben, aber angesichts der aktuellen Devisenpolitik der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) und der hohen Reservenbildung sehen wir dies nicht als großes Risiko an“, hieß es weiter.
Die BofA betonte, dass sie der Ansicht sei, dass eine Fortsetzung des politischen Status quo in den USA kein Risiko für den wirtschaftlichen Ausblick der Türkei darstelle.