Barclays hält an mittelfristiger Aufwärtsprognose für Gold fest: Drei wesentliche Stützfaktoren hervorgehoben

Trotz kurzfristigen Drucks erklärte Barclays, dass Inflation, geopolitische Unsicherheit und die Nachfrage der Zentralbanken den Goldpreis stützen.

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Gold, das an den globalen Märkten als sicherer Hafen gilt, zeigt nach der jüngsten Volatilität Anzeichen einer Erholung, während Barclays seine mittelfristig optimistische Einschätzung für das Edelmetall beibehält. In der Analyse der Bank wird darauf hingewiesen, dass sich die Goldpreise in einem Prozess der „Neubewertung und Konsolidierung“ befinden.

Der Goldpreis pro Unze stieg am Vortag um 3,2 Prozent auf 4.375 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 9. Juni. Dennoch liegen die Preise weiterhin mehr als 20 Prozent unter dem zu Jahresbeginn verzeichneten Rekordwert von 5.589 Dollar.

Laut Barclays ist es noch zu früh, um zu sagen, dass der kurzfristige Druck auf Gold vollständig verschwunden ist. Während die im Zuge des Krieges gestiegenen Zinserwartungen dazu führten, dass sich Anleger renditestarken Instrumenten wie Anleihen zuwandten, wurde auch die Rolle von Gold als sicherer Hafen an den Märkten erneut diskutiert.

DREI FAKTOREN, DIE GOLD STÜTZEN

Die Bank stützt ihre mittelfristige Aufwärtsprognose auf drei Hauptgründe: das Risiko einer dauerhaft hohen Inflation, globale politische Unsicherheiten und die Tendenz der Zentralbanken, ihre Reserven zu diversifizieren. Die Analysten von Barclays sind der Ansicht, dass insbesondere die Goldnachfrage der Zentralbanken weiterhin eine starke Stütze für den Markt darstellen wird.

In dem Bericht wurde prognostiziert, dass sich die Märkte nach einem möglichen Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran, über das in dieser Woche spekuliert wurde, wieder auf Wirtschaftsdaten konzentrieren könnten. Es wurde bewertet, dass energiebedingte Kostensteigerungen den Inflationsdruck aufrechterhalten, was ein unterstützender Faktor für Gold sei.

Den von Barclays zitierten Studien zufolge kann jeder Anstieg der Verbraucherinflation in den USA um 1 Prozent mit einem Anstieg der Goldpreise um etwa 5 Prozent in Verbindung gebracht werden. Daher wird erwartet, dass der Inflationsausblick in der kommenden Zeit einer der kritischen Indikatoren für die Richtung von Gold sein wird.

Die Volatilität der Goldpreise wirkte sich auch auf Bergbauunternehmen aus. Während der Rückgang des Edelmetalls in der Kriegszeit die Erträge unter Druck setzte, erhöhten Versorgungsengpässe auf den Öl- und Erdgasmärkten die Produktionskosten. Goldminenaktien gehören zu den Vermögenswerten mit hoher Volatilität, die zwar bei steigenden Rohstoffpreisen eine starke Performance zeigen können, in Abschwungphasen jedoch stärkere Verluste erleiden können.

In seiner Branchenbewertung erklärte Barclays, dass es die Aktien von Endeavour Mining und Hochschild attraktiver finde als Fresnillo, das mit hohen Bewertungen gehandelt wird. Zudem behielt die Bank ihre Empfehlung „Übergewichten“ für Newmont Mining und Agnico Eagle Mines in ihren globalen Portfolios bei.

Gleichzeitig betonte die Bank jedoch, dass sie aufgrund der schwächelnden Anlegerstimmung kurzfristig keine starke Erholung erwarte. Analysten zufolge wird die Richtung von Gold weitgehend von den Kapitalzuflüssen aus Investmentfonds und dem Verlauf der makroökonomischen Risiken abhängen.