Bemerkenswerte TÜİK-Analyse der Zentralbank: Mietsteigerungen spiegeln sich verzögert in der Inflation wider

Während darüber diskutiert wird, wie sich Mietpreiserhöhungen auf die Verbraucherinflation auswirken, stellte die Zentralbank fest, dass der Anstieg der Mietpreise nicht zeitnah in die Daten des türkischen Statistikamtes (TÜİK) einfließt.

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Die in letzter Zeit ungebremsten Mietsteigerungen in der Türkei liegen über den allgemeinen Inflationsindikatoren. Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) hat eine technische Analyse veröffentlicht, wonach die Mietinflation im Jahresverlauf hervorsticht und nur mit Verzögerung in die Inflationsdaten einbezogen wird.

Laut einem Bericht von Sözcü stieg der Verbraucherpreisindex (VPI) im Jahr 2025 um 30,89 Prozent. Im gleichen Zeitraum lag die Mietsteigerungsrate mit 61,6 Prozent weit über diesem Niveau. Die Zentralbank wies darauf hin, dass dieser rasante Anstieg der Mietpreise zu einem entscheidenden Faktor bei vielen wirtschaftlichen Entscheidungen geworden ist, insbesondere bei Gehaltserhöhungen.

In der technischen Bewertung teilte die TCMB folgende Erläuterungen zur Messung der Mietpreise mit:

„Da das TÜİK die Mietinformationen für jede Wohnung in seiner Stichprobe alle 4 Monate erhebt, aktualisiert es in einem bestimmten Monat nur die Mieten von 25 Prozent der Stichprobe und geht davon aus, dass die Mieten der übrigen Wohnungen unverändert bleiben. In diesem Fall spiegelt sich der in 4 Monaten beobachtete Anstieg der Mieten der erhobenen Gruppe im Index wider, während der Beitrag der anderen Wohnungen zum Anstieg des Mietindex null ist. Mit anderen Worten: Der Mietindex des TÜİK entspricht in der Praxis dem gleitenden 4-Monats-Durchschnitt der tatsächlich gezahlten Mieten.“