Bemerkenswerter Vorstoß Russlands bei 'Akkuyu': Verkauf wird geprüft

Der russische Energieriese Rosatom führt Gespräche mit türkischen und ausländischen Investoren über den Verkauf von 49 Prozent seiner Anteile am Kernkraftwerk Akkuyu.

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Das staatlich kontrollierte russische Kernenergieunternehmen Rosatom plant, einen Teil seiner Anteile am 25 Milliarden Dollar teuren Kernkraftwerk Akkuyu, das derzeit in der Türkei gebaut wird, zu veräußern.

Der Vorstandsvorsitzende der Akkuyu Nükleer A.Ş., Anton Dedusenko, erklärte auf dem in Istanbul abgehaltenen Gipfeltreffen für Kernkraftwerke, dass die Verhandlungen sowohl mit inländischen als auch mit ausländischen Investoren andauern.

Laut einem Bericht von Bloomberg erklärte Dedusenko, dass das Interesse der Investoren zunehme, je näher der Zeitpunkt rücke, an dem der erste Block des Kraftwerks mit der Stromerzeugung beginne. Zuvor war ein Erwerb dieser Anteile durch ein Konsortium bestehend aus Cengiz Holding A.Ş., Kolin İnşaat Turizm Sanayi ve Ticaret A.Ş. und Kalyon İnşaat Sanayi ve Ticaret A.Ş. im Gespräch, doch diese Unternehmen entschieden sich 2018, aus der Partnerschaft auszusteigen.

Dedusenko gab an, dass sich der erste Block dieser Anlage, die das erste Kernkraftwerk der Türkei sein wird, mit einer Kapazität von 4,8 Gigawatt in der Testphase befinde und die Aufnahme der Stromproduktion für das Jahr 2026 erwartet werde. Dedusenko sagte: "Ich bin zuversichtlich, dass die notwendigen Systeme bis Ende des Jahres bereit sein werden, um Strom in das Netz einzuspeisen."

Die Sanktionen, die die USA aufgrund des Ukraine-Krieges gegen Russland verhängt haben, führten zu Problemen und Verzögerungen bei der Finanzierung des Projekts. Dies hat die Türkei und Russland dazu veranlasst, nach alternativen Wegen für die Finanzierung des Baus zu suchen. Dedusenko äußerte sich dazu wie folgt: "Es gibt viele Möglichkeiten, Geld hierher zu transferieren. Wir können in russischen Rubel oder in Türkischen Lira zahlen. Das eigentliche Problem sind leider die Währungen, in denen Transaktionen derzeit blockiert sind."