Betrüger, der sich aus Gewissensbissen selbst anzeigte, zu 46 Jahren Haft verurteilt

Ein Bürger, der von Menschen 650 TL einsammelte und sich aufgrund von Gewissensbissen selbst anzeigte, wurde zu 46 Jahren und 8 Monaten Haft verurteilt.

12punto

In der Türkei kommt es fast täglich zu Betrugsfällen. Betrüger machen oft riesige Beute, bevor sie schließlich gefasst werden. Diesmal berichten wir über einen weiteren Betrugsfall. Eigentlich ist es nicht ganz korrekt, das Geschehene als „Betrug“ zu bezeichnen. Denn der Bürger, der von den Menschen lediglich 650 TL einsammeln konnte, sah sich nach seiner Reue mit einem seltenen Ereignis konfrontiert.

Laut einem Bericht von İsmail Saymaz in der Zeitung Sözcü gründete ein Bürger namens İbrahim Kara im Jahr 2017 eine Gruppe auf Facebook. In dieser Gruppe namens „Aktif Kredi“ wurde behauptet, dass Bürgern, die keinen Kredit bei der Bank erhalten konnten, zu einem Kredit verholfen würde. Doch das war nicht der eigentliche Zweck der Gruppengründung. Kara wollte von den Bürgern, die in diese Gruppe kamen und um Hilfe baten, eine Bearbeitungsgebühr zwischen 30 und 100 TL verlangen.

İbrahim Kara, der insgesamt 650 TL von den Personen in der Facebook-Gruppe einsammelte, begann Gewissensbisse zu bekommen. Letztendlich zeigte sich Kara selbst an und wurde vor dem 12. Schwurgericht in Bursa angeklagt. Im Prozess gegen Kara, der den Schaden der Menschen wiedergutmachen wollte, wurden die Aussagen von 14 Personen eingeholt. Laut Saymaz hatten davon nur 4 Anzeige erstattet. Unterdessen stellte sich heraus, dass einige der Prozessbeteiligten falsche Aussagen machten und weitaus höhere Beträge forderten, als sie ursprünglich überwiesen hatten.