Bewegung am Ölmarkt hält an: Investitionen und Sanktionen halten Preise im Gleichgewicht

Die Ölpreise starteten unter dem Einfluss globaler Sanktionen und Handelsbedenken ruhig in die Woche.

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Am ersten Handelstag der Woche zeigten sich die Ölpreise stabil, während Investoren die Auswirkungen neuer Maßnahmen gegen Russland auf den Markt bewerteten. Der Preis für ein Barrel Brent-Rohöl stieg gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag um lediglich 6 Cent auf 69,34 US-Dollar, während US-amerikanisches WTI-Rohöl bei 67,51 US-Dollar gehandelt wurde.

Im Rahmen des von der Europäischen Union verabschiedeten 18. Sanktionspakets wurde das in Indien ansässige Unternehmen Nayara Energy, das russische Erdölprodukte verarbeitet und exportiert, erneut ins Visier genommen, während der Kreml erklärte, man habe Widerstandsfähigkeit gegenüber westlichen Sanktionen aufgebaut.

Einige Marktexperten äußern, dass die Erwartungen hinsichtlich der tatsächlichen Wirksamkeit der neuen Sanktionen gering seien. Dennoch wird diskutiert, dass das Importverbot für den Export raffinierter russischer Erdölprodukte in Drittländer eine größere Wirkung haben könnte. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass die Umsetzung solcher Verbote vor Ort äußerst schwierig sei.

Entwicklungen bezüglich des Ölangebots in den USA stehen ebenfalls im Fokus der Investoren. In der vergangenen Woche sank die Zahl der aktiven Ölbohrtürme in den USA um zwei Einheiten auf 422, den niedrigsten Stand seit September 2021. Dies deutet darauf hin, dass sich das Angebot aus den USA weiter verknappen könnte.

Auf der Nachfrageseite rücken Handelspolitiken in den Vordergrund. Trotz der US-Zölle auf Importe aus der Europäischen Union, die am 1. August in Kraft treten werden, erklärte der US-Handelsminister, man sei zuversichtlich, eine neue Handelseinigung zwischen beiden Seiten erzielen zu können.

Andererseits richten Investoren ihre Aufmerksamkeit auf die Daten zu den Ölvorräten. Die globalen Märkte beobachten weiterhin sowohl den Zollprozess in den USA als auch die Lagerbestandszahlen, die auf das Angebotsgleichgewicht hindeuten. Experten zufolge wird erwartet, dass sich die Brent-Ölpreise in dieser Woche in einer Spanne zwischen 64 und 70 US-Dollar bewegen werden.