Blicke auf den kritischen Bericht gerichtet: Millionen Mindestlohnempfänger, Beamte und Rentner warten auf die Entscheidung zur Gehaltserhöhung

Der Inflationsbericht, den die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) am 14. August veröffentlichen wird, wird die Gehaltserhöhungen für Millionen von Beamten, Rentnern und Arbeitnehmern bestimmen. Die Erhöhungssätze werden sich an den neuen Inflationsprognosen der Zentralbank orientieren.

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Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) wird am 14. August 2025 ihren dritten Inflationsbericht des Jahres der Öffentlichkeit vorstellen. Dieser Bericht wird nicht nur Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung geben, sondern auch entscheidend für die Gestaltung der Gehaltserhöhungen für Millionen von Arbeitnehmern, Beamten und Rentnern sein.

Da Inflationsberichte wirtschaftliche Einschätzungen für die Zukunft enthalten, gelten sie als wichtiger Indikator für die Zahlen, die bei Tarifverhandlungen auf den Tisch kommen werden.

FORDERUNGEN VON BEAMTEN UND RENTNERN

Die Tarifverhandlungen für Beamte und Beamtenrentner dauern an. Während die Beamtenseite eine Gehaltserhöhung von 88 Prozent fordert, liegt von Regierungsseite noch kein offizielles Angebot vor. Ökonomen weisen darauf hin, dass die von der Zentralbank bekannt zu gebenden Inflationserwartungen eine kritische Rolle bei der Erfüllung dieser Forderungen spielen werden.

FRÜHERE PROGNOSEN UND ERWARTUNGEN

Die von der TCMB im Mai veröffentlichte Inflationsprognose für das Jahresende lag bei 24 Prozent. Für das Jahr 2026 wurde diese Rate auf 12 Prozent und für das Jahr 2027 auf 8 Prozent geschätzt. Es wird davon ausgegangen, dass es im neuen Bericht aufgrund der Auswirkungen von Zinssenkungen zu einem leichten Rückgang dieser Raten kommen könnte.

WIE WIRD DIE ERHÖHUNG FÜR 2026 AUSSEHEN?

Beamte und Beamtenrentner erhielten im Rahmen des für 2025 unterzeichneten Tarifvertrags in den ersten sechs Monaten eine Erhöhung von 6 Prozent und in den zweiten sechs Monaten von 5 Prozent. Für das Jahr 2026 wird eine ähnliche Formel erwartet.

Den Prognosen zufolge könnte für das erste Halbjahr 2026 ein Erhöhungsangebot von 6 Prozent und für das zweite Halbjahr ebenfalls 6 Prozent auf den Tisch kommen. Dieser Anstieg würde kumuliert 12,36 Prozent erreichen. Zudem wird diesen Sätzen die Inflationsdifferenz hinzugefügt, und je nach tatsächlich eingetretener Inflationsdifferenz wird eine zusätzliche Erhöhung vorgenommen.

DIE LAGE BEIM MINDESTLOHN

Die Ratingagentur Moody’s hatte in ihrem jüngsten Bericht zur Türkei darauf hingewiesen, dass Gehaltserhöhungen nicht „rückwirkend“, sondern auf Basis von „zukunftsorientierten Erwartungen“ erfolgen sollten.

Nach den im Mai von der Zentralbank bekannt gegebenen Prognosen wurde die Inflation zum Jahresende auf 24 Prozent, für 2026 auf 12 Prozent und für 2027 auf 8 Prozent geschätzt. Sollte es im neuen Bericht zu einem Rückgang der Raten kommen, gilt es als sehr wahrscheinlich, dass sich auch die Mindestlohnerhöhung an diesen aktuellen Prognosen orientieren wird.