Blog-Beitrag der türkischen Zentralbank nach einem Jahr
Ökonomen der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) haben in einem Blog-Beitrag über das Devisenkaufverhalten von Unternehmen mit wechselkursgeschützten Einlagen (KKM) dargelegt, dass der Übergangsprozess zur türkischen Lira keinen zusätzlichen Devisenbedarf erzeugt habe. Zudem sei die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen bei Fälligkeit netto Devisenkäufer werden, nach den regulatorischen Anpassungen deutlich gesunken.
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Auf der Blog-Seite der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB), „Merkezin Güncesi“, wurde nach über einem Jahr wieder eine Analyse veröffentlicht.
Der Chefberater der TCMB, Yusuf Emre Akgündüz, und der bei der TCMB als Direktor tätige Ünal Seven untersuchten in diesem Blog-Beitrag das Devisenkaufverhalten von Unternehmen, die über wechselkursgeschützte Einlagen verfügen.
In der Analyse wurde festgestellt, dass der für wechselkursgeschützte Einlagen mit Devisenkonvertierung (DDM) eingeleitete Übergangsprozess zur türkischen Lira keinen zusätzlichen Devisenbedarf geschaffen habe. Gleichzeitig sei die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen bei Fälligkeit netto Devisenkäufer werden, nach den vorgenommenen Regulierungen deutlich gesunken.
In der Analyse wurden die Devisenkauf- und -verkaufstransaktionen untersucht, die Unternehmen am Spotmarkt in der Woche tätigten, in der ihre Konvertierungsfrist nach dem 1. Mai 2023 ablief.
Für den Zeitraum vom 1. Mai bis zum 21. November 2023 wurde ein wöchentlicher Datensatz erstellt, indem die Einlagenbeträge der fällig gewordenen Konten sowie die Devisenkauf- und -verkaufstransaktionen für 28.472 Unternehmen zusammengeführt wurden, deren DDM-Frist in einer beliebigen Woche in diesem Zeitraum ablief.
Demnach waren etwa 30 Prozent der Unternehmen im Analyseumfang zum Zeitpunkt der Fälligkeit netto Devisenkäufer; dieser Anteil zeigte nach der Regulierung vom 20. August 2023 einen deutlichen Rückgang.
Der Analyse zufolge hielt der positive Effekt der Regulierung auf die Devisennachfrage auch in der Zeit nach September an, und es wurde beobachtet, dass ein geringerer Anteil der Unternehmen bei Fälligkeit netto Devisenkäufer war.
Es wurde zudem festgestellt, dass etwa 8 Prozent der Unternehmen in derselben Stichprobe auch in Wochen netto Devisenkäufer waren, in denen kein DDM-Konto fällig wurde.