Borsa İstanbul beendet die Woche mit einem Minus von 8,18 Prozent: MSCI nennt kritische Schwelle für die Türkei

Der BIST-100-Index an der Borsa İstanbul beendete die Woche mit einem Wertverlust von 8,18 Prozent bei 13.284,42 Punkten. Während der Dollar stieg, gaben Euro und Gold nach. Nach den starken Verlusten an den Märkten wiederholte MSCI seine bereits zuvor geäußerten Bedenken hinsichtlich der türkischen Kapitalmärkte und warnte, dass bei ausbleibenden konkreten Fortschritten bis November 2026 ein offizieller Konsultationsprozess für den Türkei-Index und die damit verbundenen Aktien eingeleitet werden könnte.

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Der BIST-100-Index an der Borsa İstanbul beendete die Woche mit einem starken Rückgang. Der Index bewegte sich im Wochenverlauf in einer Spanne zwischen 12.817,01 und 14.355,46 Punkten und fiel gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche um 8,18 Prozent auf 13.284,42 Punkte.

Die Verluste am Markt beschränkten sich nicht nur auf Aktien. Auf Wochenbasis verloren Investmentfonds 2,57 Prozent und Pensionsfonds 1,74 Prozent an Wert. Innerhalb der Investmentfonds war die Kategorie der Geldmarktfonds mit einer Rendite von 0,65 Prozent der Wochengewinner.

WÖCHENTLICHER AUSBLICK AUF DEVISEN UND GOLD

Auf dem Devisenmarkt beendete der US-Dollar die Woche mit einem Anstieg von 0,36 Prozent bei 48,7810 Lira. Der Euro hingegen sank um 0,91 Prozent auf 55,9580 Lira.

Der Verkaufspreis für ein Gramm 24-karätiges Goldbarren sank auf dem Großen Basar um 0,06 Prozent auf 6.826 Lira. Die Cumhuriyet-Goldmünze wurde mit einem Minus von 0,09 Prozent zu 44.450 Lira gehandelt, während die Viertelgoldmünze einen Verlust von 0,14 Prozent verzeichnete und zu 11.174 Lira verkauft wurde.

Nach der volatilen Woche an der Borsa İstanbul rückte auch die Bewertung des globalen Indexanbieters MSCI zu den türkischen Märkten in den Fokus. MSCI wiederholte seine bereits zuvor geäußerten Bedenken hinsichtlich Transparenz, Informationsfluss und Marktfunktion an den türkischen Kapitalmärkten.

In der Bewertung des Instituts wurde betont, dass Probleme in Bezug auf die Aktionärsstrukturen türkischer Unternehmen, die Anteile im Streubesitz und koordinierte Handelsverhaltensweisen behoben werden müssen. MSCI wies auf die Erwartung der Marktteilnehmer hin, konkrete Fortschritte im Rahmen der Kriterien für die Investierbarkeit zu erzielen.

MSCI teilte mit, dass bei ausbleibenden ausreichenden, konkreten und verlässlichen Fortschritten bis zum Indexüberprüfungsprozess im November 2026 ein offizieller Konsultationsprozess zur Bewertung des globalen Status des Türkei-Index und der damit verbundenen Aktien eingeleitet werden könnte.