Börse in New York schließt mit Verlusten
Die wichtigsten Indizes an der Wall Street gaben nach. Der Anstieg der Ölpreise und die steigenden Anleiherenditen begrenzten die Risikobereitschaft.
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Die New Yorker Börse beendete den Tag mit Verlusten, da die Erholung bei US-Staatsanleihen ins Stocken geriet und der Anstieg der Ölpreise die Inflationssorgen erneut in den Vordergrund rückte.
Zum Handelsschluss sank der Dow-Jones-Index um 1,32 Prozent auf 52.759,21 Punkte. Der S&P 500-Index fiel um 0,87 Prozent auf 7.641,16 Punkte, während der Nasdaq-Index um 1 Prozent auf 26.067,17 Punkte nachgab.
Während die Entwicklungen im Nahen Osten an den Märkten aufmerksam verfolgt wurden, beeinflusste die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump einer „wirtschaftlichen Operation“ gegen den Iran die Risikowahrnehmung. Trump bezeichnete diesen Schritt als „Wirtschaftskrieg und Isolation in beispiellosem Ausmaß“.
Trump erklärte zudem, dass Länder, die dem Iran über Finanzinstitute, Unternehmen, Flughäfen oder staatliche Einrichtungen eine „Rettungsleine“ zuwerfen, mit „enormen wirtschaftlichen Konsequenzen“ rechnen müssten.
ÖLPREISE UND ANLEIHERENDITEN ERHÖHTEN DEN DRUCK
Analysten wiesen darauf hin, dass die neuen Maßnahmen gegen die iranische Wirtschaft die Erwartungen auf eine kurzfristige Entspannung der Spannungen zwischen Washington und Teheran schwächten. Vor diesem Hintergrund setzte sich der Anstieg der Ölpreise fort; der Preis für ein Barrel Brent-Öl zur Lieferung stieg bis 23.20 Uhr türkischer Zeit um 2 Prozent auf 93,40 Dollar.
Dass der Anstieg der Ölpreise die Inflationsrisiken wieder auf die Tagesordnung brachte, erhöhte auch den Verkaufsdruck am Anleihemarkt. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg um 5 Basispunkte auf 4,70 Prozent, während die Rendite der 30-jährigen Anleihen um 5 Basispunkte auf 5,25 Prozent zulegte.
Nachdem das US-Finanzministerium angekündigt hatte, das Volumen seiner langfristigen Anleiherückkaufprogramme mindestens zu verdoppeln, war ein Rückgang der Anleiherenditen zu beobachten gewesen. Doch die Ölpreise und geopolitischen Risiken erschwerten es, dass diese Erholung von Dauer ist.
US-Finanzminister Scott Bessent erklärte in einem Interview, dass das Volumen der Anleiherückkäufe pro Emission sogar 4 Milliarden Dollar übersteigen könnte. In Bezug auf die Iran-Agenda sagte Bessent, man werde die schwersten Sanktionen der Geschichte in Kraft setzen und den „Iran in die Knie zwingen“.
Auf der makroökonomischen Datenseite sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA in der Woche zum 15. August um 6 Tausend auf 206 Tausend und blieb damit unter den Markterwartungen.
Auch die Botschaften der Fed-Vertreter standen im Fokus der Investoren. Die Präsidentin der San Francisco Fed, Mary Daly, erklärte, sie sehe keine starken Beweise für eine dringende Notwendigkeit präventiver Zinserhöhungen. Der Präsident der St. Louis Fed, Alberto Musalem, sagte hingegen, dass schrittweise Zinserhöhungen im Vergleich zu späteren, größeren und plötzlichen Schritten vorzuziehen seien.
Musalem betonte, dass seine Entscheidung bei der geldpolitischen Sitzung im September von den Daten abhängen werde, und sagte: „Ich möchte jede Sitzung mit einem offenen Ansatz angehen.“