Çerkezoğlu: Wir wollen beim Mindestlohn nicht nur Zahlen hinterherjagen, sondern einen Mindestlohn, der ein menschenwürdiges Leben ermöglicht

Die DİSK-Vorsitzende Arzu Çerkezoğlu erklärte: „Wir wollen beim Mindestlohn nicht nur Zahlen hinterherjagen, sondern einen Mindestlohn, der ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.“

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Die im Ata-Park versammelten DİSK-Mitglieder zogen mit Rufen wie „Wir fordern Gerechtigkeit beim Einkommen, Gerechtigkeit bei den Steuern“ bis zur Halit-Paşa-Kreuzung.

In einer Stellungnahme nach dem Marsch erklärte Çerkezoğlu, dass DİSK seit Tagen einen Kampf führe, der an den Arbeitsplätzen beginne und bis auf die öffentlichen Plätze reiche, um Gerechtigkeit bei Einkommen und Steuern sowie einen Lohn zu fordern, der ein menschenwürdiges Leben sichert.

Çerkezoğlu betonte, dass es ein System geben müsse, in dem jeder seinen Möglichkeiten entsprechend Steuern zahle, und erklärte, man setze sich für ein faires Steuersystem ein, bei dem Geringverdiener weniger und Gutverdiener mehr Steuern zahlten.

Sie teilte mit, dass die von DİSK ausgearbeitete Gesetzesvorlage für ein gerechtes Steuersystem von der größten Oppositionspartei auf die Tagesordnung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) gebracht wurde und man den Prozess verfolge.

Çerkezoğlu wies darauf hin, dass in der Türkei mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer und 70 Prozent der Beschäftigten im Privatsektor zum Mindestlohn arbeiteten, und unterstrich, dass DİSK seit Jahren für einen Mindestlohn kämpfe, der ein menschenwürdiges Leben ermögliche.

Çerkezoğlu erklärte zudem, dass DİSK in diesem Jahr keine konkreten Zahlen zum Mindestlohn nennen werde: „Wir wollen beim Mindestlohn nicht nur Zahlen hinterherjagen, sondern einen Mindestlohn, der ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Wir fordern, dass der Mindestlohn viermal im Jahr angepasst wird, bis die Inflation auf einstellige Werte sinkt.“

Die DİSK-Vorsitzende Çerkezoğlu fügte hinzu, dass auch die niedrigste Rentenzahlung mindestens auf das Niveau des Mindestlohns angehoben werden müsse.