CHP-Abgeordneter Ayhan Barut: 'Die Lage der Landwirte ist erbärmlich'

Der CHP-Abgeordnete für Adana, Ayhan Barut, erklärte zum 14. Mai, dem Welttag der Landwirte, dass die Bauern derzeit keinen Grund zum Feiern hätten, und forderte dringende Lösungen für die Probleme im Agrarsektor.

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Der CHP-Abgeordnete für Adana und Mitglied des Landwirtschafts-, Forst- und Dorfangelegenheitsausschusses der Großen Nationalversammlung der Türkei, Ayhan Barut, machte auf die schwerwiegenden Probleme im Agrarsektor aufmerksam. Barut erklärte, dass die Landwirte am 14. Mai, dem Welttag der Landwirte, nicht in der Lage seien, zu feiern: 'Die Zahl der Landwirte, die 2003 noch bei 2,8 Millionen lag, ist heute auf 2 Millionen gesunken. Die Verschuldung der Landwirte hingegen ist von 4,5 Milliarden Lira im Jahr 2002 auf heute 940 Milliarden Lira gestiegen. Wir sind zu einem Nettoimporteur in der Landwirtschaft geworden und das Außenhandelsdefizit hat 49 Milliarden Dollar überschritten', sagte er.

DIE GEFAHR IN DER LANDWIRTSCHAFT WÄCHST

Barut, der auch als Agraringenieur und Landwirt bekannt ist, betonte, dass die Probleme im Agrarsektor die Ernährungssouveränität des Landes gefährden. Barut äußerte sich wie folgt: 'Die Agrarpolitik der AKP hat die Erzeuger erdrückt, es wurde ein importorientierter Ansatz verfolgt und die Dominanz multinationaler Unternehmen im Sektor hat zugenommen. Diese Situation gefährdet die Zukunft unseres Landes.'

Barut betonte, dass die Anbauflächen in der Türkei zum ersten Mal in der Geschichte der Republik unter 20 Millionen Hektar gefallen seien. Zudem erinnerte er daran, dass gemäß Artikel 21 des Landwirtschaftsgesetzes mindestens 1 Prozent des Nationaleinkommens als Unterstützung an die Landwirte ausgezahlt werden müsse: 'Seit 2007 wurden von den 1 Billion 374 Milliarden Lira, die den Landwirten hätten ausgezahlt werden müssen, nur 493 Milliarden gezahlt. Die ausstehende Forderung der Landwirte in Höhe von 881 Milliarden Lira wurde nicht beglichen', sagte er.

'UNSERE LANDWIRTE WARTEN AUF UNTERSTÜTZUNG'

Barut erklärte, dass die Erzeuger unter den Kosten erdrückt würden, ihre Produkte keinen Gewinn abwürfen und sie in einer Schuldenfalle steckten: 'Unsere Landwirte warten auf Unterstützung. Es muss eine geplante und nachhaltige Agrarpolitik geschaffen werden, die diejenigen unterstützt, die produzieren', sagte er.

Barut schloss seine Worte mit: 'Trotz allem: Alles Gute zum 14. Mai, dem Welttag der Landwirte. Wenn das Volk an die Macht kommt, werden wir die Landwirtschaft und die Landwirte wieder auf die Beine bringen.'