Das neue Jahr kommt mit Schulden! Historischer Anstieg steht bevor

Der Sozialversicherungsexperte Özgür Erdursun hat angekündigt, dass es mit einer neuen Regelung, die 2026 in Kraft tritt, zu einem historischen Anstieg der Kosten für die Nachzahlung von Versicherungszeiten kommen wird. Laut Erdursun wird derselbe Schuldbetrag im neuen Jahr um etwa 80 Prozent steigen.

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Der Sozialversicherungsexperte Özgür Erdursun betonte in seinem Artikel mit dem Titel „Die Rentenkosten für Zuspätkommende werden sich fast verdoppeln“, dass 2025 das letzte wirtschaftlich vorteilhafte Jahr für den Renteneintritt sein werde. Laut Erdursun werden die Kosten für die Nachzahlung von Versicherungszeiten nach Inkrafttreten der Regelung zum 1. Januar 2026 historische Höchststände erreichen.

Erdursun erklärte, dass das Recht auf Nachzahlung, bei dem vergangene Dienstzeiten durch freiwillige Beitragszahlungen bewertet werden können, von großer Bedeutung sei, um sowohl das Renteneintrittsdatum vorzuziehen als auch fehlende Beitragszeiten auszugleichen. Er wies jedoch darauf hin, dass diese Kosten ab 2026 keinen „gewöhnlichen Anstieg“ verzeichnen werden.

NACHZAHLUNGSARTEN MIT EINFACHEM UND DOPPELTEM ANSTIEG

In Erdursuns Artikel, der in der Zeitung Dünya veröffentlicht wurde, wird darauf hingewiesen, dass die Nachzahlungszeiträume in zwei verschiedene Gruppen unterteilt werden.

Die erste Gruppe umfasst Nachzahlungen, bei denen die Kosten lediglich aufgrund der Erhöhung des Mindestlohns steigen. In dieser Gruppe bleibt der Prozentsatz konstant, während die Erhöhung des Bruttomindestlohns die Kosten in die Höhe treibt. Zu den Nachzahlungen in diesem Bereich gehören:

Geburtsnachzahlung (fester Satz von 32 %)

Auslandsnachzahlung (Zeiten der Arbeit, Arbeitslosigkeit und Hausfrauentätigkeit – fester Satz von 45 %)

In der zweiten Gruppe wirken sich sowohl die Erhöhung des Prozentsatzes als auch die Mindestlohnerhöhung aus. In dieser Gruppe mit „doppeltem Anstieg“ wird erwartet, dass die Sätze von 32 % auf 45 % steigen. Laut Erdursun sind die in dieser Gruppe enthaltenen Zeiträume wie folgt aufgelistet:

Militärdienstnachzahlung

Zeiten des Anwaltspraktikums

Promotions- und medizinische Facharztzeiten

Zeiten als ehrenamtlicher Assistent

Unbezahlte Urlaubstage von Beamten

Zeiten der Freistellung für Personen, die aufgrund von Wahlen aus dem Dienst ausgeschieden sind

Zeiten als offizieller Auslandsstudent im Rahmen des Gesetzes Nr. 1416

Zeiten der landwirtschaftlichen Bağ-Kur sowie Zeiträume mit Steuer-/Kammerregistrierung, die nicht offiziell erfasst wurden

Fehlende Tage bei Teilzeitbeschäftigten

Zeiten während Streiks, Aussperrungen und Inhaftierungen

DER UNTERSCHIED IM JAHR 2026 IN ZAHLEN

Erdursun gab an, dass der aktuelle Bruttomindestlohn für das Jahr 2025 bei 26.005,50 TL liegt und der tägliche Verdienst dementsprechend auf 866,85 TL berechnet wird.

Während im aktuellen System bei einer Berechnung auf Basis von 32 % die Kosten für eine 360-tägige Nachzahlung 99.860 TL betragen, wurde erklärt, dass dieser Betrag mit dem Anstieg der Sätze auf 45 % im Jahr 2026 auf 140.428 TL steigen wird.

Darüber hinaus wurde betont, dass bei einer Erhöhung des Mindestlohns um 30 % die Kosten für denselben Nachzahlungszeitraum auf bis zu 182.412 TL steigen könnten. Laut Erdursun könnte die Rate dieses Unterschieds bis zu 80 % erreichen.

„ZEITPLANUNG IST NUN EINE STRATEGISCHE ENTSCHEIDUNG“

Erdursun erklärte, dass die Rentenplanung mittlerweile so kritisch geworden sei, dass sie nicht mehr aufgeschoben werden könne, und gab folgende Warnung ab:

„Das Jahr 2025 ist das letzte Gelegenheitsjahr für Nachzahlungen. Wer in diesem Jahr einen Antrag stellt, kann von den aktuellen Sätzen und dem aktuellen Mindestlohn profitieren. Jeder Antrag, der auf 2026 verschoben wird, bedeutet die doppelten Kosten für denselben Zeitraum.“