Deutsche Bank zur türkischen Lira nach den Wahlen

Die Deutsche Bank hat die türkische Wirtschaft nach den Kommunalwahlen vom 31. März bewertet. Die Bank betonte, wie wichtig es sei, den aktuellen wirtschaftspolitischen Kurs beizubehalten.

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Nach den Kommunalwahlen vom 31. März sieht die Deutsche Bank weiteren Spielraum für die Wertentwicklung türkischer Vermögenswerte in lokaler Währung und in Devisen. Die Ergebnisse unterstrichen, wie wichtig es sei, den aktuellen wirtschaftspolitischen Kurs zur Eindämmung der Inflation fortzusetzen, so die Bank.

In einem Bericht schrieben der Ökonom Yiğit Onay und der Stratege Christian Wietoska: "Die ersten Äußerungen von Präsident Erdoğan nach den Wahlen zeigen, dass er das derzeitige Wirtschaftsprogramm weiterhin unterstützt. Mit dem Abschluss der Kommunalwahlen richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf den politischen Rahmen und den Kurs der orthodoxen Wirtschaftspolitik, die seit den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr verfolgt wird."

STRAFFE WIRTSCHAFTSPOLITIK WIRD VORAUSSICHTLICH FORTGESETZT

Die Deutsche Bank erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass die für die AKP negativen Wahlergebnisse zu einer Abkehr von der straffen Wirtschaftspolitik führen würden; der derzeitige orthodoxe wirtschaftspolitische Rahmen der Türkei werde höchstwahrscheinlich beibehalten.

Die Deutsche Bank betonte, dass diese Kontinuität in der Wirtschaftspolitik entscheidend sei, um die notwendige Neuausrichtung der Wirtschaft zu erleichtern, die Disinflation zu fördern und die türkische Wirtschaft auf einen nachhaltigeren Pfad zu führen.

Im Bericht der Deutschen Bank heißt es: "Wir glauben, dass der aktuelle Leitzins von 50 % hoch genug ist, um die gewünschte Neuausrichtung der Wirtschaft zu erleichtern, sofern er effektiv auf die Zinsen für Einlagen in türkischer Lira übertragen werden kann."

Dem Bericht zufolge ist das Schlimmste überstanden. Es wird erwartet, dass der Druck auf die Reserveposition nach den Kommunalwahlen nachlassen wird, da sich die Dollarisierung im Inland umkehrt, ausländische Investoren moderat zurückkehren und die Leistungsbilanz einen positiveren Ausblick erhält.

Insgesamt erklärte die Deutsche Bank, sie glaube nicht, dass die Kommunalwahlen ein Wendepunkt für die Festlegung der Wirtschaftspolitik sein werden oder zu einer teilweisen oder vollständigen Kehrtwende im aktuellen Wirtschaftsprogramm führen werden. Die Ergebnisse der Kommunalwahlen 2024 würden wahrscheinlich dazu führen, dass die Bemühungen zur Eindämmung der hohen Inflation entschlossen fortgesetzt werden.