Die meistbesuchte Straße der Türkei steht fest

Der Fußgängerverkehr in den führenden Einkaufsstraßen der Türkei hat im Jahr 2025 bedeutende Veränderungen erfahren. Die İstiklal Caddesi erreichte das besucherstärkste Jahr ihrer Geschichte.

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Ein aktueller Bericht über die belebtesten Einkaufsmeilen Istanbuls zeigt drastische Anstiege und Rückgänge bei den Besucherzahlen der beliebten Straßen der Stadt. Insbesondere die İstiklal Caddesi brach im Jahr 2025 mit 107 Millionen Besuchern einen historischen Rekord. Dieses Ergebnis übertraf den bisherigen Höchstwert von 91,8 Millionen Besuchern aus dem Jahr 2022 und festigte die Position der Straße als Zentrum für Tourismus und Einzelhandel.

Betrachtet man die Tagesdurchschnitte, so stieg der Fußgängerverkehr auf der İstiklal an Wochentagen um 13 Prozent auf etwa 240.000 an. Am Wochenende stieg diese Zahl mit einem Zuwachs von 27 Prozent auf 427.000. Von den 275 Geschäften in der Straße sind 265 in Betrieb. Während der Bekleidungs- und Schuhsektor 35 Prozent der Betriebe ausmacht, entfallen 31 Prozent auf Gastronomie und 15 Prozent auf Kosmetik. Bei der Markenverteilung sind 85 Prozent einheimisch und 15 Prozent ausländisch. Die Mietpreise liegen bei 220 Dollar pro Quadratmeter.

Auch auf der Bağdat Caddesi wurde ein deutlicher Anstieg verzeichnet. Im analysierten Abschnitt von 2,6 Kilometern stieg die Besucherzahl um 31,2 Prozent auf 41,2 Millionen. Hier nahm die tägliche Fußgängerzahl an Wochentagen um 19,5 Prozent zu, während sie am Wochenende um 61,2 Prozent auf 137.000 anstieg. Auf der Bağdat Caddesi sind 296 von 309 Geschäften belegt, und der Anteil internationaler Marken stieg auf 23 Prozent, was diese Straße auch für ausländische Investitionen attraktiv macht. Trotz der hohen Mietpreise erreichten die monatlichen Mieten auf der Bağdat Caddesi 180 Dollar pro Quadratmeter.

Das Viertel Nişantaşı zeigte hingegen einen gegenteiligen Trend; in diesem Gebiet, das die Straßen Rumeli, Teşvikiye, Vali Konağı und Abdi İpekçi umfasst, sank die Besucherzahl im Jahr 2025 um fast 60 Prozent auf 14,6 Millionen. Der Fußgängerverkehr an Wochentagen und Wochenenden ging um 50 bzw. 72 Prozent zurück. Die Gewerbetreibenden vor Ort und die Ersteller des Berichts führen diesen Rückgang hauptsächlich auf den Rückgang ausländischer Touristen, insbesondere arabischer Besucher, zurück. Der Mietdruck hat dazu geführt, dass Gastronomiebetriebe von den Hauptverkehrsadern in die Seitenstraßen abgewandert sind. Von den 373 Geschäften in diesen vier Hauptstraßen sind 350 aktiv; der Bekleidungs- und Schuhsektor hat einen Anteil von 43 Prozent, Accessoires und Kosmetik 19 Prozent und Gastronomie 14 Prozent. Lokale Marken dominieren das Gebiet mit 82 Prozent. Die Abdi İpekçi Caddesi bleibt mit einer Miete von 250 Dollar pro Quadratmeter der teuerste Einkaufsstandort Istanbuls.

NEUE TRENDS IN DER BRANCHE ERWARTET

Im aktuellen Bericht über Einkaufsstraßen wird darauf hingewiesen, dass Marken in der kommenden Zeit aufgrund der wirtschaftlichen Bedingungen eher eine Politik der Effizienz und Selektivität als des Wachstums verfolgen werden. Im Bericht heißt es: „Für die kommende Zeit wird erwartet, dass im Einzelhandel auf den Hauptstraßen Istanbuls eher eine auf Effizienz und Selektivität ausgerichtete Bewegung in den Vordergrund tritt als eine wachstumsorientierte Expansion. Angesichts steigender Kosten und globaler wirtschaftlicher Unsicherheiten wird prognostiziert, dass Marken vorsichtigere Strategien verfolgen und sich auf kleinere Flächen mit hoher Performance und hoher Standortqualität konzentrieren werden. Während erstklassige Standorte in diesem Prozess weiterhin eine starke Nachfrage erfahren, wird erwartet, dass Einzelhandelsflächen in sekundären Straßen unter stärkeren Druck geraten.“