Die Pandemie ist vorbei, doch ihre Auswirkungen halten an: „Long-Covid“ kostet die Weltwirtschaft 1 Billion Dollar
Es wurde festgestellt, dass Long-Covid weltweit mindestens 400 Millionen Menschen betrifft und die Weltwirtschaft jährlich mit Kosten in Höhe von 1 Prozent belastet.
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In einer am 9. August in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlichten Studie wurden frühere Untersuchungen herangezogen, um die globalen Auswirkungen dieser Krankheit zu analysieren.
Die Forscher schätzen, dass bis Ende 2023 weltweit 6 Prozent der Erwachsenen und 1 Prozent der Kinder, also insgesamt 400 Millionen Menschen, an Long-Covid erkrankt sind.
Da Daten von Personen, die mehrfach an Covid-19 erkrankt sind, nicht in die Studie einbezogen wurden, wird davon ausgegangen, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegt.
Das Team berechnete die wirtschaftliche Belastung unter Ausschluss der Gesundheitskosten und kam zu dem Ergebnis, dass Long-Covid die Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) jährlich zwischen 864 Milliarden und 1,04 Billionen Dollar kostet.
GLOBALER WIRTSCHAFTSSCHADEN VON 1 BILLION DOLLAR
Die auf Long-Covid spezialisierten Forscher schreiben in dem Artikel:
Basierend auf allen verfügbaren Daten liegt die vorsichtige Schätzung des jährlichen globalen wirtschaftlichen Schadens durch Long-Covid bei etwa 1 Billion Dollar, was 1 Prozent des globalen BIP von 2024 entsprechen könnte.
Die Wissenschaftler stützen diese Schätzung auf den Rückgang der Lebensqualität und die Verringerung der Erwerbsbeteiligung.
Das Team, das die neue Studie durchführte, fordert eine intensivere Erforschung von Long-Covid. Der Studie zufolge erholen sich nur 7 bis 10 Prozent der Long-Covid-Patienten nach zwei Jahren vollständig.
Zudem wird betont, dass Long-Covid „fast alle Organsysteme“ betrifft, einschließlich Herz, Immunsystem und Fortpflanzungsorgane.
'STAATLICHE INSTITUTIONEN WOLLEN SO TUN, ALS GÄBE ES KEIN COVID MEHR'
Das Forschungsteam weist darauf hin, dass sowohl die Mechanismen hinter der Krankheit besser verstanden als auch neue Impfstoffe und Medikamente dagegen entwickelt werden müssen.
Der Hauptautor des Artikels, Ziyad Al-Aly, erklärt: „Ich denke, staatliche Institutionen wollen unbedingt so tun, als sei Covid vorbei und als gäbe es kein Long-Covid“ und fügt hinzu:
Es ist viel angenehmer, so zu tun, als wären die Notaufnahmeuntersuchungen und Krankenhauseinweisungen in diesem Sommer nicht stark angestiegen.