Die Produkte mit den stärksten Preissteigerungen und -senkungen im Supermarkt im Juli stehen fest
Laut einem Bericht von Sözcü hat die TZOB die Veränderungen der Erzeuger- und Marktpreise im Juli bekannt gegeben. Während die Spitzpaprika das Produkt mit dem stärksten Preisanstieg im Supermarkt war, verzeichnete die Wassermelone den stärksten Preisrückgang.
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Dem Bericht von Sözcü zufolge bewertete der Vorsitzende des türkischen Landwirtschaftskammerverbandes (TZOB), Şemsi Bayraktar, die Veränderungen der Erzeuger- und Marktpreise sowie die Inputkosten im Juli. Laut Bayraktars Erklärungen war die Karotte das Produkt mit der größten Preisspanne zwischen Erzeuger und Markt mit 461,2 Prozent. Von 39 Produkten im Supermarkt verzeichneten 19 einen Preisanstieg, während bei 20 ein Preisrückgang zu verzeichnen war.
SPITZPAPRIKA AN DER SPITZE
Das Produkt mit dem stärksten Preisanstieg im Supermarkt im Juli war mit 86,2 Prozent die Spitzpaprika. Auf die Spitzpaprika folgten Zwiebeln mit 53,3 Prozent, Maiskeimöl mit 23,4 Prozent, Rosinen mit 22,8 Prozent und Kartoffeln mit 15,5 Prozent. Das Produkt mit dem stärksten Preisrückgang war die Wassermelone mit 49 Prozent. Auf den Rückgang bei Wassermelonen folgten grüne Bohnen, Kirschen, Karotten und Hühnerfleisch. Bei der Preisspanne zwischen Erzeuger und Markt führten die Karotten. Karotten, die beim Erzeuger 11 Lira kosteten, wurden im Supermarkt für 61 Lira und 73 Kuruş verkauft und erreichten den Verbraucher somit zum 5,6-fachen Preis.
ZWIEBELN BEI DEN ERZEUGERPREISEN AN ERSTER STELLE
Betrachtet man die Erzeugerpreise, so gab es im Juli bei 31 Produkten bei 8 einen Preisanstieg und bei 16 einen Preisrückgang. Den stärksten Preisanstieg bei den Erzeugern verzeichneten Zwiebeln mit 52,9 Prozent. Auf die Zwiebeln folgten Spitzpaprika, Erdbeeren, Tomaten und Kartoffeln. Das Produkt mit dem stärksten Preisrückgang beim Erzeuger waren Karotten mit 51,1 Prozent. Auf die Karotten folgten Wassermelonen, Zucchini, grüne Linsen und Gurken.
GRÜNDE FÜR DIE PREISVERÄNDERUNGEN
Bayraktar ging auf die Hauptgründe für die Preisschwankungen ein und erklärte, dass es aufgrund des Endes der Sommerzwiebelernte in Çukurova und des gerade erst beginnenden Starts in Zentralanatolien zu einer Angebotsverknappung gekommen sei, was die Preise in die Höhe getrieben habe. Auch das Ende der Produktion von Spitzpaprika und Tomaten in Gewächshäusern in den Küstenregionen wirkte sich auf die Preiserhöhungen aus. Andererseits führte das steigende Angebot durch den Beginn der Ernte von Zucchini, Gurken und Auberginen in den Hochlandregionen zu einem Preisrückgang bei diesen Produkten.
INPUTKOSTEN UND DIESELEINFLUSS
Bayraktar wies auch auf die Veränderungen der Inputkosten im Agrarsektor hin und betonte, dass der Dieselpreis im Juli auf Monatsbasis um 19,4 Prozent und auf Jahresbasis um 43,6 Prozent gestiegen sei. Bei den Düngemittelpreisen ergab sich ein komplexes Bild; während bei einigen Düngemittelsorten auf Monatsbasis geringfügige Anstiege zu verzeichnen waren, gab es bei Düngemitteln wie HARNSTOFF und Ammoniumsulfat Rückgänge. Die hohen Anstiege bei den Preisen für Düngemittel, Futtermittel, Strom und Pestizide auf Jahresbasis belasteten die Kosten der Erzeuger jedoch weiterhin.