Die Türkei ist kein Textilland mehr! Importe von Konfektionsware erreichen Rekordniveau

Während die Importe im türkischen Konfektionssektor rapide steigen, verzeichnet der Export einen Rückgang. Die Importe aus Ägypten stiegen um 71 Prozent auf 321 Millionen Dollar.

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Aufgrund hoher Produktionskosten und eines niedrigen Wechselkurses steigen die Importe im türkischen Konfektionssektor, während die Exporte weiter zurückgehen. Die Importe, die im Jahr 2024 bereits 4 Milliarden Dollar erreichten, stiegen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 um 25 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar. Es wird erwartet, dass die Importe bis Jahresende 5 Milliarden Dollar erreichen werden.

Viele türkische Bekleidungshersteller haben ihre Produktion aufgrund von Kostenvorteilen nach Ägypten verlagert. Dies hat die Türkei zu einem wichtigen Exportmarkt für Ägypten gemacht. Im Zeitraum Januar bis Oktober stiegen die Importe aus Ägypten um 71 Prozent auf 321 Millionen Dollar. Damit ist Ägypten zu einem der drei größten Lieferanten der Türkei geworden.

Nach Angaben des türkischen Verbandes der Bekleidungsindustrie (Türkiye Giyim Sanayicileri Derneği) verliefen die Importe von Konfektionsware in der Türkei in den letzten Jahren zwar schwankend, zeigten jedoch insgesamt einen Aufwärtstrend. In den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 stiegen die Importe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf 4 Milliarden 160 Millionen Dollar. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, wird erwartet, dass die Importe bis Jahresende 5 Milliarden Dollar erreichen.

Şeref Fayat, Vorsitzender des TOBB-Branchenrats für Konfektion und Bekleidung, erklärte, dass der Sektor in den letzten drei Jahren schwere Verluste erlitten habe. Fayat sagte: "Wir haben in den letzten drei Jahren 4 bis 5 Milliarden Dollar an Exporten verloren. Bei den Importen sind wir sogar für unsere eigenen Marken zu teuer geworden." Fayat wies darauf hin, dass die Stärke der Türkischen Lira die Importe billig und die Produktion teuer mache.

Branchenvertreter betonen, dass die heimische Produktion gesteigert werden müsse, um die Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen. Auf diese Weise soll der Importdruck verringert werden.