DİSK-AR: Kaufkraftverlust des Mindestlohns durch Inflation erreicht 4.986 TL
In einem nach der Veröffentlichung der Juni-Daten des TÜİK herausgegebenen Bulletin betont DİSK-AR, dass die Preise weiter steigen und die Kaufkraft sinkt.
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Das Forschungszentrum der Gewerkschaft DİSK (DİSK-AR) hat in seinem „Inflations-Nachrichtenbulletin“, das nach der Veröffentlichung der Inflationsdaten des türkischen Statistikinstituts (TÜİK) für Juni herausgegeben wurde, auf den Kaufkraftverlust bei Löhnen und Gehältern aufmerksam gemacht.
Im Bulletin wurde daran erinnert, dass die jährliche Inflationsrate laut TÜİK-Daten bei 32,11 Prozent liegt, die Veränderung auf Basis der Zwölfmonatsdurchschnitte 32,03 Prozent beträgt und die monatliche Inflation bei 0,99 Prozent liegt. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Sechsmonatsinflation im Vergleich zum Dezember 17,76 Prozent betrug.
DİSK-AR betonte, dass die offiziellen Sechsmonats-Inflationsdaten als Grundlage für die Gehaltserhöhungen von Beamten und Rentnern dienen. Dementsprechend wurde eine Erhöhung der Renten von SSK- und Bağ-Kur-Versicherten um 17,76 Prozent vorgenommen, während die Gehaltserhöhung für Beamte und pensionierte Beamte auf 13,52 Prozent festgelegt wurde.
Im Bericht wurde erklärt, dass der Kaufkraftverlust des Mindestlohns gegenüber der Inflation zum Stand Juni netto 4.986 TL erreicht hat. Der Wertverlust bei der niedrigsten Rente wurde für denselben Zeitraum mit 3.552 TL beziffert.
Auch wenn sich das Tempo des Inflationsanstiegs weitgehend aufgrund des Basiseffekts verlangsamt hat, steigen die Preise weiter an. Ein Rückgang der Inflationsrate bedeutet nicht, dass die Preise sinken.
In der Bewertung von DİSK-AR wurde darauf hingewiesen, dass die Inflation nicht alle gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen trifft; sie mindere die Kaufkraft von Geringverdienern stärker und wirke sich negativ auf die Einkommensverteilung aus.
Im Bulletin wurde zudem festgehalten, dass die Diskussionen über die offiziellen Inflationsdaten anhalten. Nachdem das TÜİK im Juni 2022 aufgehört hatte, die Liste der Warenpreise zu veröffentlichen, seien die Daten noch umstrittener geworden. Es wurde die Einschätzung geäußert: „Selbst nach den zweifelhaften Inflationsdaten des TÜİK bleibt die Inflation in der Türkei auf einem hohen Niveau.“