DİSK-Stellungnahme zum Mindestlohn: 'Das Leben ist teuer, die Arbeit ist billig'
DİSK hat bei einem Treffen in Istanbul seine Forderungen zum Mindestlohn für das Jahr 2026 sowie einen von DİSK-AR erstellten Bericht vorgestellt. Die Vorsitzende Arzu Çerkezoğlu betonte, dass die Kaufkraft der Arbeiter gestärkt werden müsse.
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Bei einer Pressekonferenz in der Anwaltskammer Istanbul wurden der von DİSK-AR erstellte Bericht zur Mindestlohnstudie 2026 sowie die Forderungen der Öffentlichkeit präsentiert. An dem Treffen nahmen neben der DİSK-Vorsitzenden Arzu Çerkezoğlu auch der DİSK-Generalsekretär Tayfun Görgün, die stellvertretenden Vorsitzenden Alaaddin Sarı und Özkan Atar, das Vorstandsmitglied Şükret Sevgener, der Istanbuler Regionalvertreter Asalettin Arslanoğlu sowie Gewerkschaftsvorsitzende und Führungskräfte teil.
Çerkezoğlu wies in ihrer Rede bei dem Treffen mit den Worten „In unserem Land ist das Leben teuer, die Arbeit ist billig“ auf den Rückgang der Kaufkraft der Arbeiter hin. Sie äußerte ihre Kritik am Prozess zur Festlegung des Mindestlohns für 2026 und forderte einen fairen Lohn, der ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.
WEIBLICHE BESCHÄFTIGTE UND GEWERKSCHAFTLICHE ORGANISATION
DİSK erklärte, dass weibliche Beschäftigte stärker unter der Mindestlohnproblematik leiden. Es wurde betont, dass Arbeiterinnen im Vergleich zu Männern niedrigere Löhne erhalten und die Quote der Beschäftigung zum Mindestlohn bei ihnen höher ist. DİSK verwies auf die Bedeutung der gewerkschaftlichen Organisation und erklärte, dass eine organisierte Struktur der Schlüssel zur Lösung des Mindestlohnproblems sei.
STEUERLAST UND DIE SITUATION DER RENTNER
DİSK brachte zudem seine Kritik an der Einkommensungerechtigkeit und dem Steuersystem zur Sprache. Çerkezoğlu erklärte, dass die Arbeitnehmer unter einer hohen Steuerlast erdrückt würden, die Renten unter dem Mindestlohn lägen und dieser Zustand korrigiert werden müsse.
Abschließend richtete sich DİSK an die Arbeiter in der gesamten Türkei und rief dazu auf, sich zu organisieren, gewerkschaftliche Rechte zu nutzen und sich dem Kampf für einen Lohn anzuschließen, der ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Arzu Çerkezoğlu rief dazu auf: „Für Gerechtigkeit beim Einkommen, Gerechtigkeit bei den Steuern und Gerechtigkeit im Land – gemeinsam und Schulter an Schulter im Kampf.“