Drei Monatsgehälter von Mindestlohnempfängern fließen in Strom, Wasser und Erdgas
Durch die jüngsten Preiserhöhungen haben es die Bewohner Istanbuls schwer, ihre Rechnungen zu bezahlen. Wer vom Mindestlohn lebt, muss einen erheblichen Teil seines Einkommens für diese Ausgaben aufwenden.
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Die Bewohner Istanbuls belasten ihr Budget aufgrund steigender Energie- und Internetpreise zunehmend. Laut Daten der Online-Datenplattform Numbeo belaufen sich die monatlichen Strom-, Wasser- und Erdgasrechnungen für eine Person, die in einer 85 Quadratmeter großen Wohnung lebt, auf durchschnittlich 2.827 Lira. Dieser Betrag beinhaltet noch nicht die Erhöhungen der EPDK von 24,6 Prozent und der BOTAŞ von 38 Prozent für Erdgas.
Die monatlichen Gesamtrechnungskosten der Haushalte können auf bis zu 4.000 Lira ansteigen. Zudem werden für ein Mobilfunkpaket mit 10 GB Internet, SMS und Telefonie durchschnittlich 487 TL gezahlt. Für die Internetnutzung zu Hause mit einer Geschwindigkeit von 60 Mbit/s und mehr fällt eine monatliche Rechnung von durchschnittlich 585 TL an. Somit belaufen sich die monatlichen Gesamtrechnungskosten einer Person auf 3.890 TL, was jährlich 46.680 TL entspricht.
Unter diesen Bedingungen können die jährlichen Rechnungskosten auf bis zu 66.000 TL steigen. Ein Mindestlohnempfänger muss drei Monatsgehälter seines Jahreseinkommens allein für die Begleichung von Rechnungen aufwenden. Diese Situation beeinträchtigt insbesondere den Lebensstandard von Familien mit geringem Einkommen erheblich.