Drittes Gehaltsangebot für 600.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst: Neuer Vorschlag der Regierung
Am Verhandlungstisch für den Tarifvertrag wurde das dritte Gehaltsangebot der Regierung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekannt. Die Gewerkschaften reagieren weiterhin kritisch auf den Vorschlag der Regierung, der für die ersten 6 Monate eine Lohnerhöhung von 22 Prozent vorsieht. Forderungen nach zusätzlichen Gehaltserhöhungen von bis zu 30 Prozent für risikoreiche Arbeitsbereiche stehen auf der Tagesordnung.
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Bei den Tarifverhandlungen, die 600.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst und deren Familien direkt betreffen, ist das erwartete dritte Gehaltsangebot der Regierungsseite eingegangen. Im Rahmen der Verhandlungen zwischen dem Arbeitgeberverband der öffentlichen Hand für Schwerindustrie und Dienstleistungssektor (TÜHİS) sowie den Gewerkschaftsdachverbänden Türk-İş und Hak-İş wurde der neue Vorschlag der Regierung bekannt.
Der Tarifprozess hatte bereits vor Monaten mit der Bekanntgabe der Forderungen durch die Gewerkschaften begonnen. Die Regierungsseite legte ihr erstes Angebot jedoch mit Verzögerung vor. Dass die Regierung für die ersten 6 Monate zunächst 16 Prozent und anschließend 17 Prozent Gehaltserhöhung anbot, stieß bei den Gewerkschaften auf scharfe Kritik. Während Türk-İş die Option eines Streiks ins Spiel brachte, signalisierte Hak-İş: „Wir wünschen uns eine friedliche Lösung des Prozesses.“
DRITTES ANGEBOT: 22 PROZENT LOHNERHÖHUNG
Nach Informationen der NTV-Reporterin Sibel Can hat die Regierung ihr Angebot für die ersten 6 Monate des Jahres 2025 von 17 Prozent auf 22 Prozent angehoben. Bisher wurde noch keine offizielle Einigung erzielt, es wurde jedoch berichtet, dass beide Seiten die Absicht haben, am Verhandlungstisch zu bleiben und die Gespräche fortzusetzen.
EIGENE QUOTEN FÜR RISIKOBEREICHE
Am Verhandlungstisch stehen nicht nur die allgemeinen Lohnerhöhungsraten, sondern auch spezifische Forderungen für einzelne Arbeitsbereiche auf der Tagesordnung. Sibel Can erklärte, dass auch Forderungen nach speziellen Verbesserungen für Beschäftigte in risikoreichen und schweren Arbeitsbereichen vorgebracht wurden. Für diese Bereiche werden zusätzliche Gehaltserhöhungen von bis zu 30 Prozent diskutiert.
Die Gewerkschaften bekräftigten zudem ihre Forderung, dass der tägliche Mindestlohn mindestens 1800 TL betragen solle.