Einkommen reicht nicht, Schulden steigen: Die Verzweiflung der Bürger spiegelt sich in Studie wider

Eine in der Türkei durchgeführte Studie verdeutlicht die finanzielle Lage der Haushalte und zeigt, dass jeder zweite Bürger verschuldet ist.

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Die Schuldenlast in der Türkei nimmt stetig zu. Einer Studie zufolge ist jede zweite Person verschuldet, wobei der Großteil dieser Verbindlichkeiten auf Kreditkarten und Bankkredite zurückzuführen ist. Während 51 Prozent der Befragten angaben, Schulden bei einer Institution oder einer Person zu haben, stehen Kreditkartenschulden mit 46 Prozent an erster Stelle. Gefolgt werden diese von Bankkrediten mit 40 Prozent. Die Untersuchung ergab zudem, dass der wichtigste Grund für die Unfähigkeit zu sparen ein 'unzureichendes Einkommen' ist.

67 Prozent der Teilnehmer erklärten, dass ihr Einkommen nicht ausreicht und sie deshalb keine Ersparnisse bilden können. Niedrige Gehälter, Arbeitslosigkeit, hohe Mieten und steigende Nebenkosten gehören zu den Hauptfaktoren, die das Sparen verhindern. 40 Prozent der Befragten gaben an, 'das Geld, das ich habe, reicht nicht aus', 25 Prozent sagten 'ich finde keine Arbeit' und 24 Prozent erklärten 'Rechnungen wie Strom, Wasser und Erdgas sind zu hoch'.

Die Studie legte auch die Veränderungen im Ausgabeverhalten der Bürger offen. Bei Lebensmitteleinkäufen gaben 55 Prozent der Bürger an, nur noch das Nötigste zu kaufen, während 56 Prozent erklärten, auf Rabattaktionen zu warten. Eine ähnliche Situation zeigt sich im sozialen Leben. Während 61 Prozent der Teilnehmer sagten, 'ich kann kein Geld für Veranstaltungen wie Theater oder Konzerte aufbringen', gaben 54 Prozent an, ihr Sozialleben aufgrund finanzieller Schwierigkeiten einschränken zu müssen.

SPARPRÄFERENZEN UND ERSPARNISSE ZU HAUSE

Die Untersuchung zeigt, dass sowohl diejenigen, die sparen können, als auch diejenigen, die es nicht können, verschuldet sind. Bei den Sparern liegt die Verschuldungsquote bei 48 Prozent, während sie bei denjenigen, die nicht sparen können, auf 54 Prozent steigt. Bei den Sparpräferenzen bleibt Gold die beliebteste Option. Gold, das zu Hause aufbewahrt wird, steht mit 35 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Bargeld in Türkischer Lira und Fremdwährungen, die zu Hause gelagert werden, mit 28 Prozent. Termineinlagen in Türkischer Lira bei Banken stoßen auf 21 Prozent Interesse, Aktien und Börsenanlagen auf 19 Prozent und Edelmetallkonten auf 18 Prozent.