Erdgaspreise in Europa auf 3-Monats-Hoch

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie Sorgen um die Straße von Hormus haben die Preise auf dem europäischen Erdgasmarkt in die Höhe getrieben.

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Die erneute Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Unsicherheit bezüglich der Lieferungen rund um die Straße von Hormus haben zu einem Preisanstieg auf dem europäischen Erdgasmarkt geführt. Die niederländischen TTF-Erdgaskontrakte, die auf dem gesamten Kontinent als Referenzwert dienen, erreichten ihr höchstes Niveau seit April.

Nach Angaben der in London ansässigen Intercontinental Exchange (ICE) stieg der einmonatige Referenz-Erdgaskontrakt für die Niederlande am TTF-Handelsplatz um 1,73 Euro auf 53,01 Euro pro Megawattstunde.

Die Aufwärtsbewegung auf dem europäischen Markt wirkte sich auch auf Großbritannien aus. Die dort gehandelten einmonatigen Erdgaskontrakte stiegen um 4,15 Pence auf 128,30 Pence pro Therm.

Der Preisanstieg ist auf die Sorge zurückzuführen, dass die Lieferungen durch die Straße von Hormus, die als einer der kritischsten Energiedurchgangspunkte der Welt gilt, unterbrochen werden könnten. Sicherheitsbedenken in diesem Energiekorridor haben die Risikoprämien für das Angebot auf den Märkten verstärkt.

US-Präsident Donald Trump kündigte gestern in einer Erklärung an, dass die Blockade gegen den Iran wieder aufgenommen werde. Trump sagte zudem, dass die USA als „Wächter der Straße von Hormus“ agieren würden und eine Gebühr von 20 Prozent auf alle durch die Meerenge transportierten Frachten erhoben werde.

Nach diesen Äußerungen hat die Unsicherheit an den Energiemärkten zugenommen. Es wird davon ausgegangen, dass der Anstieg der europäischen Erdgaspreise zeigt, wie sensibel der Markt weiterhin auf geopolitische Entwicklungen in der Region reagiert.