Erwartungen an aufeinanderfolgende Zinssenkungen der EZB verstärken sich: Fokus auf April und Juni
Von der Europäischen Zentralbank werden aufeinanderfolgende Zinssenkungen erwartet. Analysten zufolge ist es angesichts der wachsenden Rezessionsrisiken nach den neuen US-Zöllen nahezu sicher, dass die EZB die Zinsen in der kommenden Woche und im Juni senken wird.
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Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank ihre Zinssenkungen fortsetzt. Analysten zufolge ist es nahezu sicher, dass die EZB die Zinsen in der kommenden Woche und im Juni senken wird, um die Wirtschaft zu stützen, während die Importzölle des US-Präsidenten Donald Trump die Eurozone mit Rezessionsrisiken konfrontieren.
Wie die Financial Times berichtet, preisen Investoren und Ökonomen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 90 Prozent für eine Zinssenkung der EZB bei ihrer Sitzung am 17. April ein.
Dieser Wert lag Ende März, vor der Ankündigung der neuen US-Zölle, noch bei 70 Prozent.
"UNVERMEIDBAR GEWORDEN"
Frederic Ducrozet, Leiter der makroökonomischen Forschung bei Pictet Wealth Management, erklärte: "Eine Senkung um 25 Basispunkte im April wäre die siebte Zinssenkung der EZB in Folge. Eine weitere Senkung im Juni ist nun nahezu unvermeidbar geworden. Ein gegenteiliges Szenario würde am Markt einen schweren Schock auslösen."
Laut Ducrozet ist die eigentliche Frage, ob die EZB zu aggressiveren Schritten gezwungen sein wird, falls sich die wirtschaftlichen Aussichten weiter verschlechtern. Er kommentierte: "Die Möglichkeit einer sich vertiefenden Rezession könnte die EZB zu größeren Zinssenkungen und möglicherweise zu neuen geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen zwingen."
In einer Zeit, in der das Wachstum in der Eurozone an Dynamik verliert und die geopolitischen Risiken zunehmen, beobachten die Märkte aufmerksam, welchen Fahrplan die Zentralbank festlegen wird.