Erwartungen für neuen Goldpreisanstieg: Rekordprognosen von Fondsmanagern

Globale Fondsmanager glauben, dass die Goldpreise in der kommenden Zeit bedeutende Niveaus erreichen könnten. Den Umfrageergebnissen zufolge erwartet ein Großteil der Investoren neue Höchststände bei dem Edelmetall, während gleichzeitig die Risikobereitschaft am Markt und die Gewichtung von Aktien und Rohstoffen in den Portfolios auffallen.

12punto

Laut einer aktuellen Umfrage, in der Daten vom Februar 2025 ausgewertet wurden, hält das Interesse der Fondsmanager an Gold unvermindert an. Während etwa 20 % der Teilnehmer davon ausgehen, dass Gold auf dem aktuellen Niveau seinen Höhepunkt erreicht hat, deutet ein weiteres Segment von 19 % darauf hin, dass Kurse von über 7.000 US-Dollar pro Unze möglich sein könnten. Im Fokus liegt die durchschnittliche Erwartung, dass der Goldpreis auf etwa 6.200 US-Dollar steigen könnte.

Die Hälfte der Investoren entschied sich den zweiten Monat in Folge dafür, Long-Positionen in Gold in ihren Portfolios zu gewichten. Diese Dynamik unterstreicht erneut die Rolle von Gold bei der Gestaltung der Risikowahrnehmung auf den globalen Märkten.

DIE BALANZEN IN DER VERMÖGENSALLOKATION VERSCHIEBEN SICH

Fondsmanager haben seit Dezember 2024 ihr Interesse an Aktien gesteigert, und die Nettogewichtung in dieser Anlageklasse hat den höchsten Stand seit Jahren erreicht. Während kombinierte Portfolios aus Rohstoffen und Aktien ein Niveau erreichten, das seit Januar 2022 nicht mehr gesehen wurde, bewegte sich der Portfolioanteil bei langfristigen Anleihen auf dem niedrigsten Stand seit September 2022. Die Umfrageergebnisse zeigten, dass netto 57 % der Investoren einen Zinsanstieg bei langfristigen Anleihen erwarten, während 46 % bei kurzfristigen Zinsen einen Rückgang prognostizieren.

Während das Interesse von Investmentfonds an Aktien aus Schwellenländern und europäischen Wertpapieren zunimmt, stechen bei US-Aktien netto niedrige Positionierungen hervor. Die Nachfrage nach Aktien aus den Sektoren Energie, Grundstoffe und Basiskonsumgüter steigt, während bei Technologie, US-Aktien und Dollar-Vermögenswerten Abflüsse zu verzeichnen sind.

RISIKOWARNUNGEN UND MARKTUNSICHERHEITEN RÜCKEN IN DEN FOKUS

Trotz der gestiegenen Investitionslust sind auch bei den Risikoindikatoren auffällige Veränderungen zu beobachten. Der BofA Bull & Bear Indicator erreichte den Wert von 9,5 und trat damit in den Bereich des „Verkaufssignals“ ein, der für Investoren als Warnsignal gilt.

Unter den Fondsmanagern wird die Sorge vor einer „KI-Blase“ mit 25 % häufig geäußert, während 43 % darauf hinweisen, dass die Hauptursache für eine potenzielle systemische Kreditkrise in den Märkten für Private Equity und Private Credit liegen könnte.

Marktexperten weisen darauf hin, dass trotz der anhaltenden Erwartungen eines stabilen Anstiegs bei sicheren Häfen wie Gold, plötzliche Schwankungen und neue Bedrohungen in der Weltwirtschaft die Preisgestaltung schnell beeinflussen könnten.