Erzeugerpreise im Euroraum sinken, während die Inflation in der Türkei steigt
Während der Erzeugerpreisindex (EPI) im Euroraum im April einen Rückgang verzeichnete, stieg die Inflation in der Türkei im Mai an.
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Das Europäische Statistikamt (Eurostat) hat die EPI-Daten für den Monat April veröffentlicht. Demnach sank der EPI im Euroraum im Vergleich zum Vormonat um 2,2 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurde hingegen ein Anstieg von 0,7 Prozent verzeichnet. In der gesamten Europäischen Union fiel der EPI im April auf monatlicher Basis um 2,1 Prozent, während er auf jährlicher Basis um 0,6 Prozent stieg.
Für den Euroraum wurde ein monatlicher Rückgang des EPI um 1,8 Prozent und ein jährlicher Anstieg um 1,2 Prozent erwartet. Die Daten blieben jedoch hinter diesen Erwartungen zurück. Unter den EU-Ländern stieg der EPI im April am stärksten in der Republik Zypern mit 0,3 Prozent sowie in Malta und Slowenien mit jeweils 0,2 Prozent. Andererseits verzeichnete Bulgarien einen Rückgang um 4,9 Prozent, Frankreich um 4,3 Prozent und Irland um 4 Prozent.
In der Türkei belief sich die jährliche Inflationsrate im Mai laut den vom Türkischen Statistischen Institut (TÜİK) veröffentlichten Daten auf 35,41 Prozent. Die monatliche Inflation wurde mit 1,53 Prozent berechnet. Nach Angaben der von unabhängigen Akademikern gebildeten Inflationsforschungsgruppe (ENAG) stieg die Inflation im Mai hingegen monatlich um 3,66 Prozent und erreichte jährlich 71,23 Prozent.
Diese Daten zeigen, dass sich die Erzeugerpreise im Euroraum in einem Abwärtstrend befinden, während die Inflation in der Türkei weiter zunimmt. Die wirtschaftlichen Entwicklungen in beiden Regionen deuten darauf hin, dass auf den globalen Märkten unterschiedliche Dynamiken wirksam sind.