EU und VAE nehmen Verhandlungen über Handelsabkommen auf
Die Europäische Union und die Vereinigten Arabischen Emirate haben Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen begonnen. Ziel der Gespräche ist es, Zölle zu senken und die Zusammenarbeit in strategischen Sektoren zu verstärken.
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Die Europäische Union (EU) und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben offizielle Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen aufgenommen. Diese Initiative stellt das erste umfassende Handelsabkommen dar, das die EU in der Golfregion anstrebt.
Die EU-Kommission gab den Beginn der Verhandlungen bekannt und erinnerte daran, dass sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Präsident der VAE, Mohammed bin Zayid Al Nahyan, bereits am 10. April auf diesen Schritt geeinigt hatten.
Heute trafen sich in Dubai der für Handel zuständige EU-Kommissar Maros Sefcovic und der Staatsminister für Außenhandel der VAE, Thani Ahmed Al Zeyoudi, um den Fahrplan für die Verhandlungen festzulegen.
In der ersten Phase der Verhandlungen liegt der Fokus auf der Senkung von Zöllen auf Waren sowie auf der Erleichterung von Dienstleistungen, digitalem Handel und Investitionen. Zudem sollen Wege zur Steigerung des Handels in strategischen Sektoren wie erneuerbare Energien, grüner Wasserstoff und kritische Rohstoffe erkundet werden.
Zwischen der EU und den VAE besteht ein erhebliches Potenzial für eine Zusammenarbeit in Bereichen wie erneuerbare Energien, digitale Technologien, künstliche Intelligenz, Finanztechnologie, Weltraumtechnologien, fortschrittliche Maschinen, Gesundheitswesen, Logistik, Infrastrukturentwicklung und nachhaltige Lebensmittelsysteme. Das jährliche Handelsvolumen zwischen beiden Seiten beläuft sich auf 55 Milliarden Euro bei Waren und 39 Milliarden Euro bei Dienstleistungen. Während sich die Exporte der VAE in die EU auf Öl, Gas und Basismetalle konzentrieren, dominieren bei den Exporten der EU in die VAE Automobile, Maschinen, chemische Erzeugnisse, Lebensmittel und grüne Technologien.