Europa beschleunigt Vorbereitungen für den digitalen Euro
Die Europäische Zentralbank verstärkt ihre Bemühungen für den digitalen Euro, der das Bargeld ergänzen soll. EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone erklärte, dass dieser Prozess beschleunigt werde.
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Piero Cipollone, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), gab bekannt, dass die notwendigen politischen Entscheidungen für die Einführung des digitalen Euro für Anfang nächsten Jahres erwartet werden.
Cipollone erklärte, dass es nach diesem Prozess zwei bis drei Jahre dauern könnte, bis die digitale Währung auf den Markt gebracht wird.
Auf einer Konferenz äußerte sich Cipollone zum Zeitplan der gesetzlichen Regelungen wie folgt: "Ich hoffe, dass alles Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein wird. Sobald die Gesetzgebung in Kraft tritt, werden zwei bis drei Jahre ausreichen, um den digitalen Euro einzuführen."
Im Gegensatz zu Zahlungen mit Karten wie Visa oder Mastercard wird der digitale Euro den Verbrauchern einen direkten Anspruch gegenüber der Zentralbank gewähren. Diese neue Währung wird in Bezug auf die Sicherheit und Funktionalität der Gelder ähnliche Eigenschaften wie Bargeld aufweisen.
Cipollone betonte, dass eine politische Einigung der EU-Mitgliedstaaten eine wichtige Hürde darstelle, diese jedoch noch vor dem Sommer erreicht werden könne. Er fügte hinzu, dass die Arbeiten des Europäischen Parlaments etwas länger dauern könnten.
Der Gouverneur der französischen Zentralbank, François Villeroy de Galhau, der auf derselben Veranstaltung sprach, äußerte sich auf die Frage nach dem Einfluss von Trump auf die Beschleunigung des Prozesses dahingehend, dass dies die Entschlossenheit der EZB gestärkt habe.