Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung aktualisiert Wachstumsprognose für die Türkei

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) hat ihre Wachstumsprognose für die türkische Wirtschaft von den im September prognostizierten 3 Prozent nach unten auf 2,7 Prozent korrigiert. Der Rückgang der Wachstumserwartungen ist auf die Erwartung zurückzuführen, dass die Straffung der Geld- und Finanzpolitik im Rahmen der Inflationsbekämpfung fortgesetzt wird.

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Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) prognostiziert für die türkische Wirtschaft ein Wachstum von 2,7 Prozent in diesem Jahr und 3 Prozent im Jahr 2025, da sie davon ausgeht, dass die Straffung der Geld- und Finanzpolitik zur Inflationsbekämpfung anhalten wird.

Die EBRD hat ihren Bericht zum regionalen Wirtschaftsausblick veröffentlicht, der die von ihr betreuten Volkswirtschaften umfasst.

Demnach hat die EBRD ihre regionale Wirtschaftswachstumsprognose gegenüber September um 0,2 Prozent nach unten auf 3 Prozent korrigiert. Im vergangenen Jahr lag das Wachstum in den EBRD-Volkswirtschaften bei 2,5 Prozent.

Die Bank hat zudem ihre Wachstumsprognose für die türkische Wirtschaft von den im September erwarteten 3 Prozent nach unten auf 2,7 Prozent aktualisiert. Der Rückgang der Wachstumserwartungen ist auf die Erwartung zurückzuführen, dass die Straffung der Geld- und Finanzpolitik im Rahmen der Inflationsbekämpfung fortgesetzt wird.

WACHSTUMSERWARTUNG VON 3 PROZENT FÜR 2025

Die Bank prognostiziert für die türkische Wirtschaft im Jahr 2025 ein Wachstum von 3 Prozent.

Dem Bericht zufolge wurde die türkische Wirtschaftspolitik durch Steuererhöhungen und stärkere makroprudenzielle Maßnahmen gestrafft, während das Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahr durch den Dienstleistungssektor und die Wiederaufbaubemühungen nach den Erdbeben angetrieben wurde.

Die Rückkehr zu einer orthodoxeren Politik seit Juni 2023 hat das Vertrauen in- und ausländischer Investoren gestärkt, und die Türkei erhielt kürzlich nach über 10 Jahren die erste Heraufstufung ihrer Kreditwürdigkeit durch eine große Ratingagentur.

Andererseits bestehen weiterhin Risiken aufgrund der hohen Inflation, des langsameren Wachstums in Europa, zunehmender geopolitischer Spannungen in der Region sowie strafferer globaler Finanzierungsbedingungen angesichts des hohen kurzfristigen externen Finanzierungsbedarfs.

Von den 19,8 Milliarden Euro, die die EBRD seit 2009 in 442 Projekte und Handelsfinanzierungsinitiativen in der Türkei investiert hat, flossen 93 Prozent in den Privatsektor.