Europäische Zentralbank erklärt, dass sie noch keinen Sieg über die Inflation verkünden kann

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, erklärte, es sei noch zu früh, um den Sieg über die Inflation zu verkünden.

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Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, sagte, dass die Europäische Zentralbank noch keinen Sieg über die Inflation verkünden könne und man "vorsichtig" bleiben müsse, bis eine Rückkehr zum 2-Prozent-Ziel fest verankert sei.

In einer Rede am Dienstag in Berlin erklärte Lagarde, dass die Energie- und Lieferkettenschocks, die die Preise in die Höhe getrieben hatten, nun nachlassen, während sich die Arbeitsmärkte noch anpassen und die Löhne steigen. Sie sagte: "Wir waren mit einem massiven Inflationsschock konfrontiert und haben als Reaktion darauf eine bedeutende politische Anpassung vorgenommen. Die Auswirkungen dieser Anpassung werden zunehmend spürbar, und der Inflationsdruck lässt nach."

Lagarde fügte hinzu: "Aber wir haben noch einen Weg vor uns. Unsere Geldpolitik befindet sich in einer Phase, in der wir gegenüber den verschiedenen Kräften, die die Inflation beeinflussen, wachsam bleiben müssen, während wir uns stets fest auf unser Mandat der Preisstabilität konzentrieren."

Die EZB beließ den Einlagensatz im vergangenen Monat bei 4 Prozent, und die Verantwortlichen betonten, dass er zumindest für einen längeren Zeitraum auf diesem Niveau bleiben müsse, damit die Inflation unter Kontrolle gebracht werden könne. Der Gouverneur der französischen Zentralbank, Francois Villeroy de Galhau, sagte am Montag, dass die Kreditkosten wahrscheinlich "in den nächsten Quartalen" stabil bleiben würden.