Experte klärt auf: Kommt im Juli eine zusätzliche Gehaltserhöhung? Er überbringt die schlechte Nachricht

Der Ökonom Mahmut Aydoğmuş bewertete den jüngsten Inflationsbericht der Zentralbank sowie Marktdaten und erklärte, dass eine zusätzliche Erhöhung des Mindestlohns und der niedrigsten Rentenbezüge im Juli als unwahrscheinlich gilt. Laut Aydoğmuş steht außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Anpassungen keine Verbesserung auf der Agenda.

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Während die Lebenshaltungskosten weiter steigen, stellt sich die Frage, ob es im Juli eine neue Erhöhung des Mindestlohns und der Renten geben wird. Im Gespräch mit Sözcü TV betonte der Ökonom Mahmut Aydoğmuş, dass es entgegen den Erwartungen unwahrscheinlich erscheint, dass die Regierung beim Mindestlohn oder bei den niedrigsten Rentenbezügen irgendeine Verbesserung vornimmt.

„AUSSER GESETZLICHEN ANPASSUNGEN KEINE ZUSÄTZLICHEN SCHRITTE“

Aydoğmuş erklärte, dass SSK- und Bağ-Kur-Rentner in der zweiten Jahreshälfte einen Inflationsausgleich von etwa 18 Prozent erhalten werden, während Beamte und Ruhestandsbeamte von einer Erhöhung um etwa 17 Prozent profitieren werden. Er wies jedoch darauf hin, dass es sich hierbei um die durch geltende Gesetze festgelegten Erhöhungen handele und die Regierung keine zusätzliche Regelung plane.

KEINE ERHÖHUNG DES MINDESTLOHNS ERWARTET

Angesichts der aktuellen Wirtschaftsdaten erklärte Aydoğmuş, dass eine Erhöhung des Mindestlohns im Juli sehr unwahrscheinlich sei, und fügte hinzu, dass auch die niedrigste Rente von 14.469 TL unverändert bleiben werde.

INFLATIONSZIEL DER ZENTRALBANK ALS ZU OPTIMISTISCH EINGESTUFT

Aydoğmuş äußerte zudem, dass er das Inflationsziel der Zentralbank von 24 Prozent für das Jahresende nicht für realistisch halte. Der Ökonom merkte an, dass die Inflation, die die Bürger im Alltag spüren, weitaus höher sei: „Es gibt eine Erwartung im Bereich von 60 Prozent. Technisch gesehen sind 24 Prozent nicht möglich“, sagte er.

Aydoğmuş wies darauf hin, dass das im Inflationsbericht genannte obere Band von 29 Prozent zeige, dass das eigentliche Ziel der Zentralbank darin bestehe, „unter 30 Prozent zu bleiben“, und betonte, dass selbst dieses Ziel gefährdet sei.

Aydoğmuş erklärte, dass das Risiko von Frostschäden in der Landwirtschaft noch nicht in die Preise eingeflossen sei; er prognostizierte, dass dieser Effekt in den Sommermonaten spürbar werde und die Inflation um mindestens 3 bis 4 Prozent in die Höhe treiben werde.