EZB-Vizepräsident Guindos zur Zinsentscheidung: Man sollte bis Juni warten
Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Luis de Guindos, erklärte, dass man über künftige Zinsentscheidungen noch nicht beraten habe und bis Juni abwarten müsse. Guindos sagte: „Wenn wir uns die jüngsten Entwicklungen ansehen, sehen wir dies sowohl bei der Gesamt- als auch bei der Kerninflation deutlich.“
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Der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Luis de Guindos, bewertete in einem Interview mit der griechischen Zeitung Naftemporiki die Erwartungen hinsichtlich einer Zinssenkung.
Guindos ging auch auf die hohen Lohnsteigerungen ein und sagte: „Wenn wir uns die jüngsten Entwicklungen ansehen, sehen wir dies sowohl bei der Gesamt- als auch bei der Kerninflation deutlich. Das eigentliche Risiko sind hohe Lohnsteigerungen bei gleichzeitig niedriger Produktivität.“
Guindos betonte, dass man noch nicht über Zinssenkungen diskutiert habe, und erklärte, dass man bereit sein werde, im Juni vor dem Hintergrund der Inflations-, Lohn- und Wachstumsdaten über Zinssenkungen zu sprechen.
„WIR SIND NICHT VON DER FED ABHÄNGIG“
Der Notenbanker wies darauf hin, dass im Juni neue Projektionen vorliegen würden, auf deren Grundlage man Bewertungen vornehmen werde: „Wir werden datenabhängig sein und die Geldpolitik entsprechend festlegen. Wir erwarten, dass die Inflation im Zeitraum von 12 bis 18 Monaten um unser Ziel von 2 Prozent liegen wird.“
Bezüglich der US-Notenbank Fed betonte Guindos, dass man unabhängig agiere: „Die Fed ist natürlich die Zentralbank der größten Volkswirtschaft der Welt, und wir beobachten, was in der US-Wirtschaft passiert. Aber wir sind nicht von der Fed abhängig, sondern von den Daten.“