Fed-Erwartungen und Wirtschaftsdaten stärken Optimismus an den globalen Märkten
Das Wachstum der US-Wirtschaft um 3 Prozent im zweiten Quartal stieß auf eine positive Marktreaktion. Während die nächsten Schritte der Fed mit Spannung erwartet werden, begrenzen makroökonomische Daten die Rezessionssorgen. Weltweit zeigen sich die Börsenindizes im Aufwind, und auch die Senkung der Mindestreservesätze in China sorgte für einen positiven Impuls an den asiatischen Märkten.
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An den globalen Märkten hat das Wachstum der US-Wirtschaft um 3 Prozent im zweiten Quartal zu einer positiven Entwicklung geführt. Die Prognose, dass die US-Notenbank (Fed) den Kampf gegen die Inflation mit einer "sanften Landung" beenden könnte, hebt die Stimmung der Anleger. Dennoch bestehen weltweit weiterhin Sorgen vor einer Rezession im Zuge der Inflationsbekämpfung.
Den jüngsten Daten zufolge stieg der Preisindex für persönliche Konsumausgaben im zweiten Quartal um 2,5 Prozent, während der Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben bei 2,8 Prozent lag. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung sank in der Woche zum 21. September auf 218.000 und lag damit unter den Markterwartungen. Analysten weisen darauf hin, dass der Rückgang der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung die Stabilität des Arbeitsmarktes unterstreicht.
Während die Äußerungen der Fed-Vertreter aufmerksam verfolgt werden, hat die Tatsache, dass Fed-Chef Jerome Powell keine Bewertung zur Geldpolitik abgab, die Unsicherheit erhöht. Andererseits fand die Unterstützung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook für eine Zinssenkung um 50 Basispunkte ein Echo an den Märkten.
Die Erwartungen, dass die Fed im November eine Zinssenkung um 50 Basispunkte vornehmen wird, bleiben so stark wie in den vorangegangenen Tagen. Auf Unternehmensebene führte die Tatsache, dass die Umsatzprognose des Chipherstellers Micron Technology die Erwartungen übertraf, zu einem Kursanstieg der Aktie um 14,7 Prozent.
Gestern stieg der Dow-Jones-Index um 0,62 Prozent, der S&P 500 um 0,40 Prozent und der Nasdaq um 0,60 Prozent, wobei der S&P 500 den höchsten Schlussstand aller Zeiten erreichte. Auch an den europäischen Börsen war ein kauforientierter Trend zu beobachten; der DAX 40 erreichte im Tagesverlauf ein Rekordhoch und schloss auf einem Allzeithoch.
An den asiatischen Märkten sorgte die Entscheidung der chinesischen Zentralbank, die Mindestreservesätze um 50 Basispunkte zu senken, für einen positiven Effekt. Es wird erwartet, dass diese Entscheidung dem Markt Liquidität in Höhe von etwa 140 Milliarden Dollar zuführt.
Anleger werden heute die in den USA veröffentlichten Daten zu persönlichen Einkommen und Ausgaben, Großhandelsbeständen sowie den Konsumklimaindex der Universität Michigan genau verfolgen. Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich darauf, wie diese Daten die geldpolitischen Entscheidungen der Fed beeinflussen könnten.
Darüber hinaus notiert der BIST-100-Index an der Borsa Istanbul mit einem Rückgang von 0,62 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss bei 9.829,19 Punkten, während der Dollar/TL-Kurs bei 34,1770 liegt. Auch die heute im Inland veröffentlichten Daten zur Handelsbilanz und zum Wirtschaftsvertrauensindex werden von Bedeutung sein.
Zu beachtende Daten an den Märkten:
- 10:00 Türkei, Handelsbilanz August
- 10:00 Türkei, Wirtschaftsvertrauensindex September
- 10:55 Deutschland, Arbeitslosenquote September
- 12:00 Eurozone, Verbrauchervertrauensindex September
- 12:00 Eurozone, Wirtschaftsvertrauensindex September
- 15:30 USA, persönliche Einkommen und Ausgaben August
- 15:30 USA, Großhandelsbestände August
- 15:30 USA, Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben August
- 17:00 USA, Konsumklimaindex der Universität Michigan September