Forbes: Feldarbeiten für Bitcoin-Mining-Anlagen begannen 2020

Im südasiatischen Land Bhutan wurden geheime, staatliche Bitcoin-Mining-Anlagen entdeckt.

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Eine Untersuchung des amerikanischen Wirtschaftsmagazins Forbes hat geheime Bitcoin-Produktionsanlagen des Königreichs Bhutan aufgedeckt.

Satellitenbilder von Planet Labs, Satellite Vu und Google Earth sowie Informationen von Quellen, die mit Bhutans Krypto-Investitionen vertraut sind, deuten auf die Existenz von vier bisher nicht öffentlich gemachten Krypto-Mining-Anlagen hin.

Derzeit ist El Salvador das einzige Land der Welt, das offiziell staatliche Krypto-Minen betreibt. Die vorliegenden Beweise zeigen jedoch, dass auch das Königreich Bhutan in diesen Bereich eingestiegen ist.

Die Satellitenbilder zeigen lange, rechteckige Mining-Einheiten und Kühlsysteme für Rechenzentren, die zwischen den dichten Wäldern und dem bergigen Gelände des Himalaya-Staates versteckt sind.

Auf anderen Aufnahmen sind Hochspannungsleitungen und Transformatoren zu sehen, die von Bhutans Wasserkraftwerken zu den Minenstandorten führen.

Einer der Standorte befindet sich in der Nähe des Dochula-Passes, einem heiligen Ort mit 108 Gedenkstupas. Weitere Anlagen wurden in Trongsa, einer Bergstadt im Zentrum des Landes, in Dagana im Süden sowie in der sogenannten „Education City“ identifiziert – einem gescheiterten, 1 Milliarde Dollar teuren Regierungsprojekt zur Ankurbelung der Wirtschaft.

BAUARBEITEN BEGANNEN 2020, STROMVERBRAUCH IN DIE HÖHE GESCHOSSEN

Forbes, das die Erdarbeiten und den Bau der Gebäude verfolgte, gab an, dass die Arbeiten an den Standorten im Jahr 2020 begannen.

Die Investmentgesellschaft des Königreichs, Druk Holdings & Investment (DHI), bestätigte die Existenz der Minen. In einer Stellungnahme gegenüber Forbes hieß es: „Die Standorte der Bitcoin-Mining-Anlagen in Bhutan wurden basierend auf den logistischen Anforderungen der Betriebsabläufe ausgewählt, wie etwa der Stromversorgung und anderen verschiedenen Faktoren.“

Bhutans Krypto-Mining-Aktivitäten haben in den letzten Jahren zu einem Anstieg der Energieimporte und des Stromverbrauchs des Landes geführt. Während das Königreich in der Vergangenheit überschüssige Wasserkraft nach Indien verkaufte, kaufte es im Jahr 2023 Strom im Wert von 20,7 Millionen Dollar ein.

KÖNIG IST KRYPTO-FAN

Bhutans Herrscher, König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck, hegt schon lange eine Begeisterung für Kryptowährungen und hofft, dass diese der Wirtschaft des bergigen Landes mit weniger als 800.000 Einwohnern zugutekommen werden.

Bhutan litt während der Covid-19-Pandemie unter dem Rückgang des Tourismus und sieht sich gleichzeitig mit einer steigenden Jugendarbeitslosigkeit sowie einer durch hohe Abwanderungsraten ausgelösten „Brain Drain“-Problematik konfrontiert.