Experte äußert sich: Wie hoch sollten der Mindestlohn und die Rentenerhöhung ausfallen?
Die Sozialversicherungsexpertin Dilek Ete hat sich zum Mindestlohn und zu den Rentenerhöhungen geäußert. Ete, die einen Anstieg des Mindestlohns auf das Niveau von 25.000 Lira erwartet, betonte, dass eine pauschale Erhöhung für Rentner unumgänglich sei.
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Vor dem Jahreswechsel wird mit Spannung erwartet, wie hoch der Mindestlohn und die Renten ausfallen werden.
Die Sozialversicherungsexpertin Dilek Ete beantwortete Fragen von İrem Sansak auf Sözcü TV und bewertete die aktuellen Entwicklungen bei Mindestlohn und Renten.
Ete betonte, dass der Mindestlohn im Laufe der Jahre von einem "Einstiegslohn" zu einem Durchschnittsgehalt geworden sei, und erklärte: "Ich erwarte keinen Mindestlohn mehr von 22.000 bis 23.000 Lira, sondern einen zwischen 24.000 und 25.000 Lira. Dass ein Betrag darunter verkündet wird, ist sehr unwahrscheinlich."
Ete fügte hinzu, dass sie die Wahrscheinlichkeit für die von Türk-İş geforderten 29.583 Lira als gering einschätze.
Mit Blick auf die Kosten, die kleine Unternehmen durch die Mindestlohnerhöhung tragen müssten, wies Ete darauf hin, dass ein Betrag von 29.583 Lira den Arbeitgeber inklusive Sozialversicherungsbeiträgen 36.000 Lira kosten würde.
Ete sagte: "Kleine Unternehmen können diese Last nicht tragen. Daher könnten für den Mindestlohn unterschiedliche Regelungen zwischen Großunternehmen und kleinen Gewerbetreibenden getroffen werden."
KOMMT EINE 'PAUSCHALE ERHÖHUNG'?
Zur Situation der Rentner äußerte sich Ete ebenfalls kritisch und stellte fest, dass von den 16 Millionen Rentnern in der Türkei 11 Millionen durch ihre eigenen Beiträge in Rente gegangen seien und die Hälfte von ihnen eine Rente unterhalb der Armutsgrenze beziehe.
Ete sagte: "Präsident Erdoğan hat dieses Jahr zum 'Jahr der Rentner' erklärt, aber die Rentner haben in diesem Jahr nichts davon gesehen. Ohne eine pauschale Erhöhung können die Rentner nicht aufatmen."
AUF WARTESCHLANGEN HINGEWIESEN
Die Sozialversicherungsexpertin betonte zudem, dass Rentner aufgrund von Miet- und Lebensmittelausgaben unter finanziellen Schwierigkeiten litten, und sagte:
“Rentner können sich nicht mehr richtig ernähren. Sie warten in Schlangen vor den 'Halk Ekmek'-Verkaufsstellen oder in städtischen Kantinen auf eine Mahlzeit für 50 TL. Heute kostet selbst ein Glas Tee 25 Lira. Wie soll ein Rentner mit der Rente, die er erhält, überleben und ein würdevolles Leben führen?”
Ete wies auf die Probleme bei den Beamtengehältern hin und erklärte, dass Tarifverträge zwar den Beamtenrentnern Vorteile brächten, sich dies jedoch nicht in gleicher Weise auf die aktiven Beamten auswirke.