Gefahr bei Haselnüssen: Ernteausfälle drohen

Arslan Soydan, Vorstandsmitglied des türkischen Landwirtschaftskammerverbandes (TZOB), erklärte, dass die überdurchschnittlichen Temperaturen die Haselnussproduktion im Jahr 2024 gefährden könnten.

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Durch das frühlingshafte Wetter mitten im Winter haben sich bereits die ersten Haselnussblüten gezeigt. In Ordu, der Region mit der höchsten Haselnussproduktion in der Türkei, wird davor gewarnt, dass ein Fortbestehen dieser Wetterlage sowie mögliche Schneefälle in den kommenden Monaten Februar und März in Verbindung mit Bodenfrost zu erheblichen Schäden und Ernteausfällen führen könnten.

„Die Haselnuss benötigt eine Kälteperiode von 350 bis 1.000 Stunden“

Arslan Soydan, Vorstandsmitglied des türkischen Landwirtschaftskammerverbandes, wies darauf hin, dass man sich derzeit auf einen gefährlichen Prozess zubewege, und sagte: „Wir hoffen in diesen Tagen auf Schnee. Der Haselnussbaum und seine Zweige müssen eine Kälteperiode von etwa 350 bis 1.000 Stunden durchlaufen. Diese Kälteperiode ist eine Zeit, in der die Aktivität der Haselnuss ruht. Wenn es schneit, wäre es daher positiv, wenn die Haselnusszweige, die Blüten und der Boden unter einer Schneedecke geschützt wären, auch vor Schädlingen. Derzeit besteht ein dringender Bedarf an Schneefall.“

„Schwere Ernteausfälle möglich“

Soydan erklärte, dass Haselnusszweige, die durch das warme Wetter zu früh austreiben, bei möglichem Bodenfrost im Februar und März gefährdet seien. Er betonte, dass es in der Schwarzmeerregion bisher nicht ausreichend Niederschläge gegeben habe, und fügte hinzu: „In den höheren Lagen gab es geringe Schneefälle, doch das warme Wetter hält an. Wir haben in den vergangenen Jahren erlebt, dass ein zu früher Austrieb der Haselnüsse aufgrund dieses warmen Wetters und der darauffolgende Bodenfrost zu ernsthaften Schäden und Ernteausfällen führen.“