Globale Märkte blicken auf US-Daten

Die globalen Märkte richten ihren Blick in dieser Woche auf die in den USA zu veröffentlichenden Inflationsdaten. Auf der inländischen Agenda stehen die Zahlungsbilanz, der Haushaltssaldo, Immobilienverkäufe sowie die Umfrage der türkischen Zentralbank (TCMB) unter Marktteilnehmern.

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An den globalen Märkten standen in der vergangenen Woche die Betonungen der Fed-Vertreter im Vordergrund, dass der Kampf gegen die Inflation noch nicht beendet sei. Da jedoch auch Signale ausblieben, dass dieser Kampf ohne weitere Zinserhöhungen geführt werden könnte, verlief der Handel an den Aktienmärkten überwiegend positiv.

Während weltweit weiterhin hinterfragt wird, ob im Kampf gegen die Inflation ausreichende Schritte unternommen wurden, bleibt die Volatilität bei den Vermögenspreisen hoch. Die anhaltenden Sorgen der Zentralbanken hinsichtlich der Inflation führen dazu, dass die Unsicherheiten an den Märkten bestehen bleiben.

Obwohl die Weltwirtschaft im Kampf gegen die Inflation bereits wichtige Fortschritte erzielt hat, verstärken Aussagen, dass bis zur Ausrufung eines Sieges noch ein weiter Weg vor uns liegt, die Unsicherheiten an den Märkten.

Auch der Ton in den Erklärungen von Fed-Chef Jerome Powell war „falkenhafter“ als erwartet.

Powell erklärte in seinen Stellungnahmen, man sei sich nicht sicher, ob man bereits eine restriktive geldpolitische Haltung erreicht habe, die ausreicht, um die Inflation auf das 2-Prozent-Ziel zu senken, und betonte, dass man nicht zögern werde, die Geldpolitik bei Bedarf weiter zu straffen.

Powell wies darauf hin, dass auf dem Weg zu einer nachhaltigen Senkung der Inflation auf 2 Prozent noch ein langer Weg vor uns liege, und merkte an, dass das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal zwar stark gewesen sei, man aber für die kommenden Quartale eine Verlangsamung erwarte.

Powell erklärte, man sei wachsam gegenüber dem Risiko, dass ein stärkeres Wachstum den Fortschritt bei der Wiederherstellung des Gleichgewichts am Arbeitsmarkt und bei der Senkung der Inflation gefährden könnte, was eine geldpolitische Reaktion erforderlich machen könnte.

Andererseits stieg die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen um etwa 7 Basispunkte auf 4,76 Prozent, nachdem die Nachfrage bei einer vom US-Finanzministerium durchgeführten Anleiheauktion hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen stieg ebenfalls um etwa 9 Basispunkte auf 4,60 Prozent.

Während die Volatilität bei den Rohstoffpreisen anhält, beendete der Preis für ein Barrel Brent-Öl die Woche mit einem Rückgang von 4,2 Prozent bei 81,4 Dollar. Der Unzenpreis für Gold schloss die Woche mit einem Minus von 2,8 Prozent bei 1.938 Dollar.

Die Kryptowährung Bitcoin testete mit 37.972 Dollar den höchsten Stand der letzten 18 Monate.

Analysten wiesen darauf hin, dass die in der kommenden Woche anstehenden Inflationsdaten im Fokus der Anleger stehen, um weitere Hinweise auf den Kurs der Fed-Geldpolitik zu erhalten.

In der Woche ab dem 13. November werden am Dienstag der Verbraucherpreisindex (VPI), am Mittwoch die Einzelhandelsumsätze, der Erzeugerpreisindex (EPI) und der New York Fed-Industrieindex, am Donnerstag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Philadelphia Fed-Herstellungsindex, die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung sowie am Freitag die Baubeginne und Baugenehmigungen verfolgt.

Wichtige Daten aus der Eurozone

In der kommenden Woche werden am Montag die Leistungsbilanz in Deutschland, am Dienstag der ZEW-Konjunkturindex für Deutschland und das Wachstum in der Eurozone, am Mittwoch der VPI in Großbritannien, am Donnerstag die Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) Christine Lagarde und am Freitag der VPI in der Eurozone beobachtet.

In der kommenden Woche werden in Asien am Montag der Erzeugerpreisindex in Japan, am Mittwoch das Wachstum, die Industrieproduktion und die Kapazitätsauslastung in Japan sowie die Industrieproduktion und Einzelhandelsumsätze in China und am Donnerstag die Außenhandelsbilanz in Japan verfolgt.

Im Inland liegt der Fokus auf der Zahlungsbilanz

Auf der inländischen Datenagenda der kommenden Woche stehen am Montag die Zahlungsbilanz, am Mittwoch der Haushaltssaldo, am Donnerstag die Immobilienverkäufe und der Immobilienpreisindex sowie am Freitag die Umfrage der TCMB unter Marktteilnehmern auf dem Programm.