Globale Märkte fokussieren sich auf die Zinsentscheidung der Fed
Die globalen Märkte zeigen sich uneinheitlich, da die Erwartungen gestiegen sind, dass die US-Notenbank (Fed) den Leitzins länger als erwartet unverändert lassen könnte. Heute richten sich alle Augen auf die Zinsentscheidung der Fed und die anschließenden Erklärungen von Fed-Chef Jerome Powell.
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Die globalen Märkte zeigen sich aufgrund der Erwartungen, dass die US-Notenbank (Fed) den Leitzins länger als bisher angenommen unverändert lassen könnte, uneinheitlich. Heute richten sich alle Augen auf die Zinsentscheidung der Fed und die Erklärungen von Fed-Chef Jerome Powell nach der Sitzung.
Die in den USA veröffentlichten makroökonomischen Daten beeinflussen weiterhin die Richtung der Märkte. Die Zahl der offenen Stellen (JOLTS) lag im Dezember 2023 bei 9,026 Millionen, während der Verbrauchervertrauensindex im Januar um 6,8 Punkte auf 114,8 stieg.
Analysten wiesen darauf hin, dass sich die US-Wirtschaft trotz der restriktiven Schritte nicht wie erwartet verlangsamt habe, was die Prognosen für Zinssenkungen nach hinten verschiebe. Sie merkten an, dass für die erste Zinssenkung, die ursprünglich für März erwartet wurde, nun der Mai mit einer Wahrscheinlichkeit von 88 Prozent eingepreist werde.
Es wird erwartet, dass die Fed den Leitzins heute unverändert lässt. Der geldpolitische Text und die Erklärungen von Powell könnten die Volatilität bei den Vermögenspreisen erhöhen.
Auch die in den USA zu veröffentlichenden ADP-Beschäftigungsdaten für den Privatsektor sind von Bedeutung. Die Einnahmen von Microsoft und Alphabet, die ihre Finanzergebnisse bekannt gaben, sind gestiegen. Die Finanzergebnisse von Boeing werden heute veröffentlicht.
Während sich der Trend zu Käufen an den Anleihemärkten fortsetzt, hat sich die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen bei 4,01 Prozent stabilisiert.
Der Goldpreis pro Unze sank um 0,1 Prozent auf 2.033 Dollar, während der Preis für ein Barrel Brent-Öl um 0,3 Prozent auf 82,2 Dollar fiel.
Gestern verzeichnete der Nasdaq-Index an der New Yorker Börse ein Minus von 0,76 Prozent und der S&P 500-Index von 0,06 Prozent, während der Dow Jones-Index einen Rekord erreichte.
An den europäischen Börsen ist ein Trend zu Käufen zu beobachten. Die in Deutschland zu veröffentlichenden Inflationsdaten sind wichtig.
Während das BIP im Euroraum unverändert blieb, schrumpfte das BIP in Deutschland um 0,3 Prozent.
In Großbritannien verzeichnete der FTSE 100-Index einen Anstieg von 0,44 Prozent, in Deutschland der DAX 40-Index von 0,18 Prozent, in Italien der MIB 30-Index von 1,29 Prozent und in Frankreich der CAC 40-Index von 0,48 Prozent. Die Index-Futures in Europa starteten uneinheitlich.
In Asien zeigen sich die Märkte mit Ausnahme von Japan verkaufsorientiert. Die Bank of Japan (BoJ) signalisierte, dass sie kurz vor Zinserhöhungen steht. In China setzt sich die Schrumpfung im verarbeitenden Gewerbe fort.
Während der Nikkei 225-Index in Japan um 0,4 Prozent stieg, fielen der Kospi-Index in Südkorea um 0,2 Prozent, der Shanghai Composite-Index in China um 0,8 Prozent und der Hang Seng-Index in Hongkong um 1,3 Prozent.
An der Borsa Istanbul beendete der BIST 100-Index den Tag mit einem Seitwärtstrend bei 8.474,30 Punkten.
Der Dollar/TL-Kurs, der den Tag gestern bei 30,3504 beendete, notiert heute bei Eröffnung des Interbankenmarktes bei 30,3640.
Analysten erklärten, dass sie die intensive Datenagenda verfolgen werden, insbesondere die Außenhandelsbilanz im Inland sowie die Zinsentscheidung der Fed, die Erklärungen von Powell, die Inflation in Deutschland und die ADP-Beschäftigungsdaten für den Privatsektor in den USA im Ausland. Sie merkten an, dass technisch gesehen die Niveaus von 8.530 und 8.570 Punkte beim BIST 100-Index als Widerstand und 8.400 sowie 8.250 Punkte als Unterstützung fungieren.