Globale Sonnenblumenproduktion soll im Erntejahr 2023 22 Millionen Tonnen erreichen
Die Produktion von Sonnenblumenöl wird aufgrund des hohen Angebots der großen Exporteure voraussichtlich einen Rekord erreichen. Nach Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums wird die weltweite Sonnenblumenproduktion im Erntejahr 2023 voraussichtlich 22 Millionen Tonnen erreichen.
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Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 kam es zu Störungen im globalen Handel mit Sonnenblumenöl, was die Preise in die Höhe schnellen ließ.
Unmittelbar nach Kriegsbeginn, als die Preise auf über 2.300 US-Dollar pro Tonne stiegen, erzielten die Landwirte in der Ukraine höhere Erträge als erwartet. Agraranalysten erklärten, sie erwarteten, dass die Sonnenblumenölproduktion aufgrund des hohen Angebots der großen Exporteure einen Rekord erreichen werde.
Nach Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums wird die weltweite Sonnenblumenproduktion im Erntejahr 2023 voraussichtlich 22 Millionen Tonnen erreichen. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, wäre dies der erste Rekord in der globalen Sonnenblumenproduktion seit 1960.
Sergey Feofilov, Generaldirektor von UkrAgroConsult, erklärte, dass der Anbau von Sonnenblumenkernen profitabler sei als der von Weizen oder Mais. Er fügte hinzu, dass die Ernte in der Ukraine, dem derzeit zweitgrößten Produzenten von Sonnenblumenkernen weltweit, gerade abgeschlossen sei und das Angebot seinen Höhepunkt erreicht habe.
Da die Preise für Sonnenblumenöl in den letzten zwei Jahren gestiegen sind, sahen sich Lebensmittelhersteller gezwungen, die Rezepturen vieler Produkte, von Chips bis hin zu Keksen, zu ändern.
Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hatte im vergangenen Jahr darauf hingewiesen, dass die kriegsbedingt rückläufige landwirtschaftliche Produktion ein Ernährungsrisiko für importabhängige Länder darstelle, und angemerkt, dass es in naher Zukunft zu einer Umstellung auf Soja-, Palm- und Rapsöl als Alternativen zu Sonnenblumenöl kommen könnte.