Gold bricht erneut Rekorde

Die Goldpreise sind sowohl auf den internationalen Märkten als auch in der Türkei auf historische Höchststände gestiegen. Globale geopolitische Spannungen, die Hinwendung der Zentralbanken zu Gold bei ihren Reserveentscheidungen und starke Schwankungen der Wechselkurse haben dazu geführt, dass Investoren erneut auf Gold als „sicheren Hafen“ setzen.

İHA

Während die Zinspolitik der US-Notenbank, Rezessionssignale in Europa, Spannungen im Nahen Osten und die Strategien der BRICS-Staaten zur Aufstockung ihrer Goldreserven die Goldpreise maßgeblich beeinflussen, haben in der Türkei der Währungsdruck und die hohe Inflation die Nachfrage nach Gold weiter gestärkt. Experten gehen davon aus, dass Gold seine starke Position beibehalten wird, solange die globale Unsicherheit anhält.

Zahlreiche internationale Finanzinstitute haben ihre Prognosen für Edelmetalle nach oben korrigiert. Während die Deutsche Bank den Goldpreis pro Unze für das Jahr 2026 bei 4.000 US-Dollar sieht, hat JPMorgan für das vierte Quartal 2025 einen Durchschnittspreis von 3.775 US-Dollar pro Unze prognostiziert. Diese Vorhersagen haben dazu geführt, dass auf dem türkischen Markt bereits das Ziel von 6.500 TL für ein Gramm Gold diskutiert wird.

EINFACHERER ZUGANG FÜR KLEINANLEGER

Ahmet Cumhur Kitiş, Vorstandsvorsitzender der DEMAŞ A.Ş., betonte, dass sich seine frühere Prognose, wonach „die 5.000-TL-Marke nur eine Frage der Zeit sei“, bewahrheitet habe, und unterstrich, dass Gold langfristig ein sicherer Hafen bleiben werde. Kitiş erklärte, dass die steigenden Preise insbesondere Anleger mit geringem Einkommen vor Herausforderungen stellten, und kündigte an, an neuen Produkten zu arbeiten, die Investitionen in Gold auch mit kleinen Ersparnissen ermöglichen sollen. Kitiş wies darauf hin, dass kurzfristige Schwankungen natürlich seien, und empfahl, Gold in registrierten Systemen statt zu Hause aufzubewahren. Denjenigen, die zwischen Fremdwährungen und Gold wählen möchten, riet Kitiş zu einem „ausgewogenen Portfolio“.

AUCH SILBER RÜCKT IN DEN FOKUS

Unterdessen ist auch auf dem Silbermarkt eine erhöhte Dynamik zu beobachten. HSBC hat seine Prognose für den Silberpreis pro Unze für 2025 auf 35,14 US-Dollar revidiert. Silber, das bereits die Marke von 44 US-Dollar pro Unze überschritten hat, zieht aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen weiterhin das Interesse von Investoren auf sich. Experten weisen darauf hin, dass das globale Angebots- und Nachfragedefizit das Potenzial hat, die Preise weiter nach oben zu treiben. Experten zufolge könnte Gold kurzfristig volatil bleiben, aber langfristig stark bleiben. Es wird erwartet, dass neue Produkte für Kleinanleger den Zugang zu Gold weiter erleichtern werden.