Gold hält sich vor der Fed-Sitzung über 2.000 Dollar
Die Goldpreise sind leicht gesunken, bleiben jedoch über der Marke von 2.000 Dollar, da die Unsicherheit über den Israel-Hamas-Krieg die Nachfrage nach sicheren Häfen vor der Fed-Sitzung in dieser Woche hoch hält.
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Die anhaltende Unsicherheit über die Konflikte im Nahen Osten veranlasst Anleger dazu, sich traditionellen sicheren Häfen zuzuwenden, während das gelbe Metall in der vergangenen Woche den höchsten Stand seit 5,5 Monaten erreichte. Während Israel am Wochenende eine Bodenoffensive im Gazastreifen startete, warten die Märkte ab, ob andere arabische Mächte in den Konflikt eingreifen werden.
Die Märkte positionieren sich jedoch für die Fed-Sitzung in dieser Woche, wobei die Stärkung des Dollars einen weiteren Anstieg des Goldpreises verhinderte. Auch der Dollar stieg, ebenso wie die Renditen von Staatsanleihen, leicht an.
Spot-Gold fiel um 0,2 % auf 2.002,22 Dollar, während Gold mit Fälligkeit im Dezember bei 2.011,70 Dollar gehandelt wurde. Beide Instrumente bewegten sich nahe ihren höchsten Ständen seit Mitte Mai.
FED-SITZUNG UND DATENFLUT ERWARTET
Die Märkte konzentrieren sich auf die Ergebnisse der zweitägigen Fed-Sitzung am Mittwoch. Es wird erwartet, dass die Zentralbank die Zinssätze unverändert lässt.
Anleger rechnen jedoch damit, dass die Fed ihre Haltung zu länger anhaltenden höheren Zinsen bekräftigen wird, insbesondere da jüngste Daten zeigen, dass die Inflation wieder steigt und das Wirtschaftswachstum widerstandsfähig bleibt.
Fed-Vertreter haben sich für mindestens eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr offen gehalten. Die am Freitag veröffentlichten Daten zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft könnten diesen Ausblick beeinflussen. Die Stärke der US-Wirtschaft gibt der Fed zudem mehr Spielraum, die Zinsen höher zu halten.
Hohe Zinsen sind ein schlechtes Zeichen für Gold, da sie die Opportunitätskosten für Investitionen in das gelbe Metall erhöhen. Diese Überlegung hatte im vergangenen Jahr die Goldpreise belastet, als die globalen Zinssätze stiegen.
In dieser Woche werden auch die Bank of Japan und die Bank of England ihre Zinsentscheidungen bekannt geben.
KUPFER STEIGT DANK PMI-HOFFNUNGEN AUS CHINA
Unter den Industriemetallen stiegen die Kupferpreise vor wichtigen Wirtschaftsdaten aus China in dieser Woche leicht an.
Kupfer stieg um 0,3 % auf 3,6508 Dollar und näherte sich damit dem höchsten Stand seit drei Wochen.
Es wird erwartet, dass der am Dienstag veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) für China eine weitere Verbesserung der Produktionsaktivitäten im weltweit größten Kupferimporteur zeigt.
Da die Erwartungen bezüglich der Fed-Sitzung die Risikobereitschaft jedoch schwach halten, dürften die Gewinne bei Kupfer begrenzt bleiben.