Gold mit Premiere seit 2008: Monatlicher Verlust übersteigt 12 Prozent
Der Rückgang der Goldpreise hat an Dynamik gewonnen. Während der Goldpreis pro Unze unter die Marke von 4.000 Dollar fiel, verzeichnete er im Juni mit einem Wertverlust von über 12 Prozent den stärksten monatlichen Rückgang seit der globalen Finanzkrise von 2008.
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Der Rückgang der Goldpreise auf den globalen Märkten setzte sich auch in der neuen Woche fort. Nachdem die Feinunze Gold den vorangegangenen Handelstag mit einem Wertverlust von 1,75 Prozent bei 4.017 Dollar beendet hatte, fiel sie am letzten Handelstag des Monats Juni unter die Marke von 4.000 Dollar. Am Morgen wurde die Feinunze Gold bei 3.965 Dollar gehandelt.
AUCH GRAMM-GOLD AUF DEM INLÄNDISCHEN MARKT RÜCKLÄUFIG
Der Rückgang auf den internationalen Märkten spiegelte sich auch in den inländischen Goldpreisen wider. Auf dem Spotmarkt startete der Preis für ein Gramm Gold bei 5.950 TL. Im Großen Basar (Kapalıçarşı) wurde der Verkaufspreis für physisches Gramm-Gold mit 6.032 TL notiert.
Während sich der Wertverlust der Feinunze Gold im Juni der Marke von 12,65 Prozent näherte, sticht dieses Bild als der stärkste monatliche Rückgang seit der globalen Finanzkrise von 2008 hervor.
TECHNISCHE INDIKATOREN SORGTEN FÜR AUFMERKSAMKEIT
Auf den Märkten gab es auch eine Entwicklung, die aus Sicht der technischen Analyse für Aufmerksamkeit sorgte. Der 50-Tage-Durchschnitt bei Gold liegt bei 4.438 Dollar, während sich der 200-Tage-Durchschnitt bei 4.477 Dollar befindet.
Analysten bezeichnen das Unterschreiten des kurzfristigen 50-Tage-Durchschnitts unter den langfristigen 200-Tage-Durchschnitt in der technischen Analyse als "Death Cross" (Todeskreuz).
ÖLPREISE KÖNNTEN NEUER RISIKOFAKTOR SEIN
Bart Melek, Global Head of Commodity Strategy und Managing Director bei TD Securities, erklärte, dass eines der wichtigsten kurzfristigen Risiken für den Goldmarkt ein möglicher Anstieg der Ölpreise sei.
Melek äußerte, dass ein erneuter Anstieg von Brent-Öl in die Spanne von 90 bis 110 Dollar die Inflationserwartungen erhöhen könnte, was wiederum dazu führen könnte, dass die Zentralbanken ihre straffe Geldpolitik für einen längeren Zeitraum beibehalten.