Gold-Prognose für 2026: Alle werden auf dem falschen Fuß erwischt

Die strikten politischen Maßnahmen der Fed haben internationale Institutionen dazu veranlasst, ihre Goldpreisprognosen nach unten zu korrigieren. Die neue Erwartung für den Goldpreis pro Unze Mitte 2026 wurde auf 4.360 Dollar gesenkt.

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Die für 2026 erwartete Zinspolitik der US-Notenbank (Fed) hat die Prognosen globaler Finanzinstitute zum Goldpreis beeinflusst. Die Bank of America (BofA) hat ihre Prognose für den durchschnittlichen Goldpreis pro Unze im Jahr 2026 aufgrund der Erwartung einer strafferen Geldpolitik der Fed um 14 Prozent gesenkt. Laut der aktuellen Schätzung des Instituts wird der Goldpreis im Jahr 2026 im Durchschnitt bei 4.360 Dollar pro Unze liegen.

Die Erwartung, dass sich das Tempo der Zinserhöhungen der Fed beschleunigen könnte, sorgt zudem für Unruhe an den Märkten. Obwohl Gold in Umgebungen mit negativen Zinsen und in Zeiten zunehmender geopolitischer Sorgen meist als sicherer Hafen gilt, mindert der erwartete Anstieg der Anleiherenditen die Attraktivität des Edelmetalls.

Andererseits hat die Bank of America ihre langfristige Einschätzung nicht geändert. Die Bank hält an ihrer Ansicht fest, dass die Goldpreise nach dem Ende des Straffungszyklus der Fed wieder steigen und 5.000 Dollar pro Unze erreichen könnten.

Auch JPMorgan, ein weiteres internationales Finanzinstitut, hatte in einer in der vergangenen Woche veröffentlichten Analyse darauf hingewiesen, dass mögliche Zinserhöhungen der Fed Druck auf den Goldpreis ausüben könnten. Dennoch teilte JPMorgan mit, dass man die Erwartung eines langfristigen Anstiegs der Goldpreise für das Jahr 2027 und darüber hinaus beibehalte.

Marktexperten sind sich einig, dass die geldpolitischen Entscheidungen der Fed zusammen mit der Suche der Anleger nach sicheren Häfen weiterhin die bestimmenden Faktoren für den Goldpreis bleiben werden.