Gold startet mit Kursverlusten in die neue Woche

Während die Goldpreise zu Beginn der Woche einen Abwärtstrend verzeichnen, beeinflussen US-Wirtschaftsdaten und globale Entwicklungen die Märkte. Die Veränderungen beim Gramm- und Unzenpreis stehen unter genauer Beobachtung der Anleger.

12punto

Die Entwicklungen auf den internationalen Märkten seit der vergangenen Woche setzen die Goldpreise weiterhin unter Druck. Sowohl der Grammpreis als auch der Unzenpreis verzeichneten zu Wochenbeginn Rückgänge. Neben den Wirtschaftsindikatoren war auch der Verlauf geopolitischer Risiken für die Preisbewegungen ausschlaggebend.

Die nachlassenden Erwartungen an Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed sowie positive Daten vom US-Arbeitsmarkt haben den Abwärtsdruck auf das Edelmetall verstärkt. Die gestern veröffentlichten US-Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft stiegen im März um 178.000 Personen und verzeichneten damit den stärksten Zuwachs seit Dezember 2024. Im gleichen Zeitraum sank die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent.

Vor diesem Hintergrund begann der Grammpreis für Gold am ersten Tag der Woche auf dem freien Markt mit einem Rückgang von 0,7 Prozent und notierte bei 6.646 TL. Auf den Spotmärkten fiel der Goldpreis pro Unze um 0,9 Prozent auf 4.646,69 Dollar. US-Gold-Futures handelten mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 4.657,50 Dollar. Auffällig war zudem das aufgrund von Feiertagen in Asien und Europa geringe Handelsvolumen an den Märkten.

Andererseits schränkten auch der Anstieg der Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen sowie der Dollar-Index die Nachfrage nach Edelmetallen ein. Experten weisen darauf hin, dass das Hochzinsumfeld die Risikobereitschaft für Gold, das keine Zinserträge abwirft, verringert.

Auch der Anstieg der Ölpreise auf globaler Ebene bleibt ein zentrales Thema. Die wachsenden Sorgen um die Energieversorgung aufgrund des Konflikts zwischen den USA und dem Iran wirkten sich preistreibend auf Öl aus. US-Präsident Donald Trump erklärte, dass auf einen Versuch des Iran, die Straße von Hormus zu schließen, eine „harte Antwort“ folgen werde. Der US-Geheimdienst rechnet jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht damit, dass der Iran einen solchen Schritt unternehmen wird.

Dass steigende Ölpreise den Inflationsdruck erhöhen, überschattet die traditionelle Rolle von Gold als sicherer Hafen ein wenig. Die Märkte beobachten mögliche Entwicklungen sowie neue Signale zur Geldpolitik der Fed aufmerksam.

Neben Gold wurden auch bei anderen Edelmetallen Rückgänge verzeichnet. Spot-Silber fiel um 1,4 Prozent auf 71,98 Dollar. Der Platinpreis sank mit einem Verlust von 0,9 Prozent auf 1.970,38 Dollar. Palladium bewegte sich mit 1.503,52 Dollar auf einem stabilen Niveau.