Gold- und Silberpreise setzen Talfahrt fort

Die plötzlichen Kursrückgänge bei Gold und Silber haben für Unruhe unter Anlegern gesorgt. Während Gold am ersten Handelstag der Woche historische Verluste verzeichnete, kam es am Silbermarkt zu heftigen Schwankungen.

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Der Goldmarkt erlebt den schwersten Wertverlust seit Jahren, während auch Silber eine hohe Volatilität aufwies. Am Montag fiel der Goldpreis pro Unze um 4,4 Prozent auf 4.680,76 Dollar. Silber stieg im Handelsverlauf zunächst an, fiel jedoch infolge starker Verkäufe auf etwa 75 Dollar. In der vorangegangenen Sitzung hatte Silber einen in der Geschichte beispiellosen Tagesverlust erlitten.

"Das ist noch nicht vorbei", erklärte Robert Gottlieb, ehemaliger Investor für Edelmetalle bei JPMorgan Chase & Co. und unabhängiger Marktkommentator. Er betonte, dass die Risikoaversion der Anleger die Liquidität an den Märkten verringert habe.

Im vergangenen Jahr, das von wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheit geprägt war, hatten Edelmetalle deutliche Kursanstiege verzeichnet. Im Januar wurden aufgrund geopolitischer Krisen, Währungsabwertungen und Sorgen um die Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) neue Rekorde bei Gold und Silber erreicht, insbesondere getrieben durch Käufe chinesischer Spekulanten.

WAS WAR DER GRUND FÜR DIE PLÖTZLICHE VERKAUFSWELLE?

Hinter den schnellen Verkäufen, die am vergangenen Freitag begannen, standen vor allem Berichte, wonach US-Präsident Donald Trump Kevin Warsh für den Posten des Fed-Vorsitzenden nominieren werde. Diese Entwicklung stärkte den Dollar, während Trumps mögliche Politik die Erwartungen auf steigende Edelmetallpreise dämpfte. Anleger betrachten Warsh als denjenigen unter den potenziellen Kandidaten, der am konsequentesten für eine straffe Inflationsbekämpfung eintritt. Dies stützte den Dollar-Index und erzeugte Verkaufsdruck auf Gold und Silber, die in Dollar gehandelt werden.

Silber zeigte am ersten Tag der Woche eine der turbulentesten Bewegungen der letzten Jahre. Nachdem der Silberpreis kurzzeitig um 3,2 Prozent gestiegen war, fiel er unmittelbar danach auf ein Niveau von etwa 75 Dollar. In der vorangegangenen Sitzung war bereits der größte Tagesverlust in der Geschichte des Metalls verzeichnet worden.

DIE AKTUELLE LAGE AN DEN MÄRKTEN

Nach jüngsten Messungen notierte Gold am Montag um 09:21 Uhr Singapur-Zeit mit einem Minus von 4,4 Prozent bei 4.680,76 Dollar. Der Tagesverlust bei Silber lag bei 2,2 Prozent, wobei der Preis pro Unze auf 83,2965 Dollar sank. Auch bei anderen Edelmetallen wie Platin und Palladium kam es zu ähnlichen Rückgängen. Unterdessen stieg der Bloomberg Dollar Spot Index nach einem Zuwachs von 0,9 Prozent in der vorangegangenen Sitzung um weitere 0,1 Prozent, was auf eine globale Stärkung des Dollars hindeutet.

Marktexperten gehen davon aus, dass die hohe Volatilität bei Edelmetallen kurzfristig anhalten könnte. Neue finanzielle und politische Entwicklungen dürften dabei entscheidend für die weitere Ausrichtung der Anleger sein.