Gold wieder im Höhenflug

Aufgrund der Ermittlungen gegen die Fed und politischer Risiken in der Region wurden historische Höchststände bei den Goldpreisen verzeichnet. Die Suche der Anleger nach sicheren Häfen führte zu neuen Rekorden bei Gold und Silber.

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Die zunehmenden Spannungen auf den globalen Märkten, insbesondere im Zusammenhang mit einer strafrechtlichen Untersuchung gegen die US-Notenbank (Fed) und deren Vorsitzenden Jerome Powell, haben zu einem deutlichen Anstieg bei den Edelmetallen geführt. Zu Beginn der Woche kam es zu bemerkenswerten Preissteigerungen bei Gold und Silber.

Am Morgen stieg der Goldpreis pro Unze auf bis zu 4.601 Dollar, während die aktuellen Kurse bei 4.568 Dollar notierten.

Auch der Grammpreis für Gold reagierte auf diese Entwicklungen, erreichte einen neuen Rekordwert und stieg bis 07:59 Uhr auf 6.338 Lira. Die Dynamik des Dollar-Lira-Wechselkurses und der Anstieg des Unzenpreises waren die Hauptfaktoren, die den Grammpreis auf ein neues Allzeithoch trieben.

Im Großen Basar (Kapalıçarşı) hat sich die Schere zwischen den offiziellen Zahlen und den Marktpreisen weiter geöffnet. Im Istanbuler Großen Basar wurde der Grammpreis für Gold am Morgen bei 6.476 Lira gehandelt und überschritt kurzzeitig sogar die Marke von 6.519 Lira.

ERMITTLUNGEN GEGEN DIE FED UND GEOPOLITISCHE RISIKEN

US-Bundesbehörden haben eine strafrechtliche Untersuchung gegen das 2,5-Milliarden-Dollar-Renovierungsprojekt des Fed-Hauptquartiers in Washington eingeleitet. Fed-Chef Jerome Powell bezeichnete die Untersuchung in einem am Wochenende veröffentlichten Video als „Vorwand“ und argumentierte, dass es aufgrund von „Drohungen und anhaltendem Druck“ zu dieser Situation gekommen sei. Powell äußerte zudem, dass dieser Prozess sowohl für ihn als auch für zukünftige Fed-Vorsitzende eine Warnung darstelle. Es wurde darauf hingewiesen, dass die heftige Kritik von Präsident Donald Trump an der Fed die politische Unabhängigkeit der Institution schwäche.

Ein weiterer wesentlicher Einflussfaktor auf die Goldpreise sind die Entwicklungen im Nahen Osten. Während bei den anhaltenden Protesten im Iran mehr als 500 Menschen ihr Leben verloren haben, kündigte die Regierung in Teheran an, dass sie amerikanische Stützpunkte ins Visier nehmen könnte, sollte die Drohung einer militärischen Intervention durch die USA wahr werden. US-Quellen erklärten hingegen, dass Präsident Trump in Kürze über mögliche Maßnahmen im Rahmen der Iran-Proteste informiert werde. Diese Erklärungen deuten darauf hin, dass die Regierung in Washington ernsthaft neue Sanktionen oder militärische Optionen gegen Teheran in Erwägung zieht.

Diese Entwicklungen auf den internationalen Märkten haben die Risikobereitschaft verringert und die Anleger wieder in Richtung der als sichere Häfen geltenden Edelmetalle gelenkt.

Kelvin Wong, leitender Marktanalyst bei OANDA, erklärte: „Der Kern des starken Anstiegs bei Gold und Silber im Tagesverlauf liegt in den zunehmenden geopolitischen Risiken. Je größer die Unsicherheit, desto deutlicher wird die Nachfrage nach sicheren Häfen.“

Charu Chanana, Chef-Anlagestrategin bei Saxo Markets Singapur, fasste die aktuelle Lage wie folgt zusammen: „Geopolitische Risiken, Sorgen um das Wachstum und Zinsdebatten haben eine neue Welle der Unsicherheit bei der Risikoprämie ausgelöst.“

Die in diesem Bericht enthaltenen Aussagen stellen keine Anlageberatung dar.